Diversity wird Bottom-up gelebt

Bei der Umsetzung setzt die UFA auf eine starke Einbindung der Mitarbeiter. Dazu dienen interne Diversity-Circles, die sich um die vier Fokusthemen Gender, LGBTIQ*, People of Color sowie Menschen mit Beeinträchtigungen kümmern.

Der gleiche Anspruch, den UFA im Team erreichen will, gilt auch für die Stoffe und Shows, die produziert werden. Die UFA will Diversität als Normalität zeigen, statt stereotypische Narrative durch Geschichten und Besetzung zu verstärken. Als Basis für Nachvollziehbarkeit und Messbarkeit werden für das UFA-Programm Ziele definiert, die sich am Zensus der Bundesregierung orientieren.

Gemeinsam mit Angehörigen der im deutschen Fernsehen unterrepräsentierten Gruppen hat die UFA Leitfäden entwickelt, die in Form eines Fragenkatalogs allen Kreativen dabei helfen sollen, ihre Projekte, Narrative und Charakterzeichnungen hinsichtlich Stereotypen kritisch zu hinterfragen. Zusätzlich kooperiert die UFA mit wichtigen Playern in dem Bereich, um Synergien zu schaffen und Diversität und Inklusion in der Film- und Fernsehbranche voranzubringen, darunter etwa die MaLisa-Stiftung und die Hochschule Wismar. Die MaLisa Stiftung von Maria und Elisabeth Furtwängler setzt sich in Deutschland für die gesellschaftliche Vielfalt und die Überwindung einschränkender Rollenbilder ein.

Zudem arbeitet die UFA, unter der Federführung von Produzentin Nataly Kudiabor, seit Anfang dieses Jahres mit Tyron Ricketts' Panthertainment zusammen, um alte Erzählmuster aufzubrechen und Kreativen –unabhängig von Herkunft und Hautfarbe – die Möglichkeit zu geben, Geschichten aus ihrer Perspektive zu erzählen.

Maria Furtwängler, Co-Gründerin der MaLisa Stiftung: "Es ist inspirierend, dass die UFA sich als erste deutsche Produktionsfirma zu mehr Diversität vor und hinter der Kamera verpflichtet. Das ist ein wichtiger Beitrag, um die Vielfalt unserer Gesellschaft auf Bildschirm und Leinwand sichtbar zu machen."

Nataly Kudiabor, Produzentin UFA Fiction:"Wenn wir zukunftsfähig bleiben wollen, brauchen wir Erzählstimmen mit unterschiedlichen Erfahrungen und eine viel stärkere Mischung von Ansichten. Nur so entstehen frische Ideen und neue Perspektiven."

Tyron Ricketts, CEO Panthertainment:"Wir können die komplexen Herausforderungen der heutigen Zeit nur lösen, indem wir auf die Vielzahl der Stimmen aller Menschen in unserer Gesellschaft eingehen. Mit unserer Entscheidung, Diversität als Normalität in unseren Geschichten darzustellen, verschaffen wir genau diesen Stimmen Gehör und kreieren dadurch nichts weniger als eine gerechtere Welt."



Annette Mattgey, Redakteurin
Autor: Annette Mattgey

Seit 2000 im Verlag, ist Annette Mattgey (fast) nichts fremd aus der Marketing- und Online-Ecke. Für Markengeschichten, Kampagnen und Karriere-Themen hat sie ein besonderes Faible. Aus Bayern, obwohl sie "e bisi anners babbelt".