Der früheste Kinostart zweier potenzieller Blockbuster, des Action-Spionage-Films "Tenet" des Regisseurs Christopher Nolan sowie des Walt-Disney-Zeichentrickfilms "Mulan", ist für Mitte Juli vorgesehen. Kaum anzunehmen, dass die Mehrzahl der Kinos deutlich früher öffnen wird.

Millionen-Kredit rettet AMC

Derzeit erarbeiten die großen Kinoketten AMC, Cinemark Theaters und Regal Cinemas sowie der Branchenverband National Association of Theatre Owners Pläne, wie eine Wiedereröffnung konkret aussehen könnte – etwa mit Abständen bei der Vergabe von Sitzplätzen, längeren Pausen zwischen den Vorführungen, um den Kinosaal zu desinfizieren, Plexiglasscheiben an den Verkaufsständen, Masken und Handschuhen für die Mitarbeiter sowie mit der Bereitstellung von Desinfektionsmitteln.

Bleiben die Kinos – wie zu erwarten – bis Anfang Juli geschlossen, dürfte sich die Krise der Branche allerdings weiter verschärfen. Derzeit sind in den USA rund 150.000 Kino-Mitarbeiter von Kurzarbeit oder Entlassungen betroffen. Die Kinokette AMC stand sogar kurz vor der Insolvenz. Vorläufig gerettet wurde sie durch einen weiteren Kredit in Höhe von 500 Millionen Dollar. Damit stiegen allerdings auch die Gesamtschulden des Unternehmens auf rund 5,3 Milliarden Dollar.  

Über die aktuelle Situation der deutschen Kinobranche berichtet meine Kollegin Katrin Otto hier



Franz Scheele
Autor: Franz Scheele

Schreibt als freier Autor für W&V Online. Unverbesserlich anglo- und amerikanophil interessieren ihn besonders die aktuellen und langfristigen Entwicklungen in den Medien- und Digitalmärkten Großbritanniens und der Vereinigten Staaten.