Sortimentserweiterung :
Weltbild macht Media-Markt & Co Konkurrenz

Das Augsburger Buchhandelsunternehmen bietet ab sofort Technik-Produkte im Onlineshop an - und setzt wieder auf Wachstum.

Text: Maximilian Flaig

Screenshot aus Onlineshop
Screenshot aus Onlineshop

Mit 83 Prozent ist Weltbild die bekannteste Buchhandelsmarke Deutschlands. Ab sofort können Kunden dort aber nicht nur Bücher und e-Books im Onlineshop kaufen sondern Notebooks, Smartphones und Co. Weltbild setzt somit auf Wachstum in einem neuen Segment und erweitert sein Sortiment um Technik-Produkte.

"Die Anbindung des neuen Technik-Sortiments gehört zu unserer Wachstumsstrategie. Wir treten damit in einen wichtigen Markt mit rund 27 Mrd. Euro Umsatzvolumen jährlich eins", sagt Christian Sailer, Vorsitzender der Weltbild Geschäftsführung und fügt hinzu:

"Mit den sehr gefragten Produkten aus dem Bereich Consumer Electronic erreichen wir über die bestehenden Weltbild-Kunden hinaus auch neue Kunden. Zusätzlich stärken wir unsere Unternehmensgruppe mit der breiteren Sortimentsaufstellung."

Wo Elektronisches zu finden ist

Kunden finden das Elektronikangebot, das künftig regelmäßig in den Newslettern und im Katalog mit Millionenauflage beworben wird, unter dem neuen Reiter "Technik" im Onlineshop.

Sailer: "Wir freuen uns, dass die Kunden schon vor dem eigentlichen Bewerbungsstart das Sortiment entdeckt haben und rege nachfragen."

Für Weltbild liegt die Sortimentserweiterung nahe. Sailer erklärt: "Consumer Electronics prägen unseren Alltag wie nie zuvor. An diesem wachsenden Markt will Weltbild, das bisher schon im Bereich Buch ein führender Onlineanbieter ist, partizipieren."

Der 2014 insolvent gegangene Weltbild-Konzern wurde im selben Jahr überraschend an einen neuen Investor verkauft. Die Augsburger Verlagsgruppe, die zuvor der katholischen Kirche gehörte, ist seither mehrheitlich in Besitz der Düsseldorfer Droege International Group


Autor:

Maximilian Flaig

Unterstützt als Werkstudent die Redaktion in allen Bereichen. Während seines aktuellen Masterstudiengangs American History, Culture and Society schrieb Maximilian Flaig bereits für die "Süddeutsche Zeitung".