Auch der werbefinanzierte VoD-Markt legt kräftig zu: Goldmedia rechnet für das Jahr 2020 mit einem Wachstum von 20 Prozent und einem Gesamtumsatz von rund 1,5 Milliarden Euro. Das sind 242 Millionen Euro mehr als 2019 und bereits rund ein Drittel der aktuellen TV-Werbeumsätze. (Prognose TV-Werbeumsätze (Netto) 2019 lt. VAUNET: rd. 4,5 Mrd. Euro) 

Internationale Anbieter dominieren den deutschen Streamingmarkt

Amazon und Netflix waren 2019 wie bereits in den Vorjahren die Platzhirsche im deutschen Pay-VoD-Markt: Bei den VoD-Abos erzielten die US-Anbieter einen Marktanteil von 35 Prozent (Prime Video von Amazon) und 25 Prozent (Netflix). Im Markt für Onlinekäufe und -Leihvideos erreichte Amazon mit Prime Video sogar einen Anteil von 66 Prozent, mit großem Abstand gefolgt von Google Play mit einem Marktanteil von nur 13 Prozent. 

Im deutschen AVoD-Markt vereinen die US-Angebote YouTube und Facebook zwei Drittel des Werbemarktes auf sich: YouTube erreichte 2019 einen Umsatz-Marktanteil von 41 Prozent und Facebook von 25 Prozent. Die Vermarktungstöchter der beiden großen privaten TV-Gruppen ProSiebenSat.1 Media und Mediengruppe RTL Deutschland erzielten zusammen einen Anteil von 26 Prozent. 

TV-Livestreaming über OTT-Services wird immer beliebter

Ein weiterer Trend im Streamingmarkt ist die wachsende Nutzung von Live-TV auf Over-the-Top-Plattformen. Schon 13 Millionen Personen (14+) nutzten 2019 in Deutschland entsprechende Angebote von TV-Sendern, Telekommunikationsunternehmen oder speziellen OTT-Anbietern wie Zattoo oder Waipu (Digitalisierungsbericht Video 2019). Mit Magenta TV und Joyn gibt es seit 2019 neue ambitionierte OTT-Only-Angebote. Diese sind für die Nutzer vor allem deshalb attraktiv, weil sie keine dauerhafte Vertragsbeziehung eingehen müssen.


Autor:

W&V Redaktion
W&V Redaktion

Nicht alle W&V-Artikel erscheinen unter dem Namen eines einzelnen Autors. Es gibt unterschiedliche Gründe, warum Artikel mit „W&V-Redaktion“ gekennzeichnet sind. Zum Beispiel, wenn mehrere Autoren daran mitgearbeitet haben oder wenn es sich um einen rein nachrichtlichen Text ohne zusätzliche Informationen handelt. Wie auch immer: Die redaktionellen Standards von W&V gelten für jeden einzelnen Artikel.