Filmkampagne :
Zu viel Sex für Deutschlands Städte

Der Kinofilm "Fikkefuchs" darf in Frankfurt und München mit Filmplakat nicht werben. Zu sexistisch, heißt es.

Text: Katrin Otto

Fuchs im Schoß: das verbotene Filmplakat ...
Fuchs im Schoß: das verbotene Filmplakat ...

Vielleicht reicht ja schon der Titel. "Fikkefuchs" heißt der neue Kinofilm von Alamode Film, der ab 16. November in den Kinos läuft. Den Start bewirbt der Filmverleih unter anderem mit einer Out-of-Home-Kampagne. Und das dazugehörige Plakat ist nun der Stein des Anstoßes. Die Konturen eines Fuchs im Schoß einer Dame.

Politisch nicht korrekt - findet die Stadt Frankfurt sowie die SWM/MVG München. Beide Städte weigern sich, das Filmplakat auf ihren Werbeflächen zu platzieren. Motiv und Filmtitel verstoßen gegen "die guten Sitten". Sexismus lautet der Vorwurf.

Der Filmverleiher Alamode Film wehrt sich nun und will das nicht akzeptieren. Bei dem Film handle es sich um ein künstlerisches Projekt und somit Kulturgut.

Hier der Trailer:

Das Plakat passt eigentlich gut zum Film, denn der handelt von einem gealterten Casanova (Jan Henrik Stahlberg), der seinem Sohn (Frank Rogowski) die Kunst der Verführung beibringen soll. Im Filmsprech: "Es gab mal eine Zeit, da konnte Rocky sie alle haben. Das ist zwar längst vorbei, aber als Thorben vor seiner Tür steht, wird er herausgefordert. Der junge Mann weiß nicht, wie man Frauen flachlegt und Rocky soll es ihm beibringen. So gehen sie auf die Jagd. Junge, schöne Frauen sollen es sein... die nur auf sie gewartet haben."

Tatsächlich eine rührende und auch ernste Vater-Sohn-Geschichte, bei der die zwei Protagonisten allen Männerklischees entsprechen, sie dadurch aber auch auf ziemlich komische bisweilen anzügliche Art und Weise demontieren. Und dafür will Alamode eben so werben: