The Perfect Match
Stefanie Polster: "Wenn Effizienz zum Standard wird, müssen wir bessere Entscheidungen treffen"
Wenn alle über die selben KI-Tools verfügen, so die These von Stefanie Polster, können Geschwindigkeit und Perfektion kein Wettbewerbsvorteil mehr sein. Wer nah ran an die Verbraucher:innen will, meint die Chefin der Agentur Rock&Stars, braucht kuratierte Daten und ein KI-Betriebssystem, das darauf aufsetzt. Poster hat mit ihrer Agentur Rock&Stars selbst eines gebaut. Aber taugt es als Blaupause für den Markt?
Der Raum ist überfüllt, die Leute hocken auf dem Boden, manche sogar ohne Kopfhörer – und trotzdem bleiben fast alle bis zum Schluss. Als Stefanie Polster im Mai bei der OMR 2026 ihre Masterclass zum Thema "Wenn KI die Regeln ändert: Warum CMOs ein neues Marketing Operating Model brauchen" hält, zeigt sich: Der Bedarf an Orientierung ist riesig.
In dieser Folge von "The Perfect Match" erklärt die Co-Gründerin und CEO der Hamburger Agentur Rock&Stars im Gespräch mit W&V-Redakteur Conrad Breyer, warum die KI-Debatte aus ihrer Sicht falsch geframt ist: Wenn alle dieselben Modelle nutzen, ist Geschwindigkeit kein Wettbewerbsvorteil mehr.
Kollektives Gedächtnis
Der eigentliche Hebel liegt ihrer Ansicht nach woanders: In der Antwort auf die Frage nämlich, wer imstande ist, seine Daten so zu kuratieren, dass sich daraus die besseren Entscheidungen ableiten lassen. Stefanie Polster zufolge müssen sich Marketingorganisationen dafür ein "Kollektives Gedächtnis" zulegen.