Guinness World Records:
Testimonial Auto: Diese 10 Marken brechen Weltrekorde

Schneller, größer, stärker - ein Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde zahlt ordentlich auf die Marke ein. Da machen auch die Automobilhersteller keine Ausnahme. Zehn Weltrekorde, bei denen das Testimonial Auto die Hauptrolle spielt.

Text: Sebastian Blum

Schneller, größer, stärker, weiter: Ein Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde zahlt ordentlich auf die Marke ein. Spektakuläre Aktionen - sofern sie gut geplant sind und geschickt beworben werden - haben im Idealfall eine längere Halbwertszeit als die eigentlich Kampagne. Bestes Beispiel ist etwa Felix Baumgartners Stratosphärensprung für Red Bull aus dem Jahr 2014. An den österreichischen Extremsportler und seinen Sponsor erinnert sich noch immer so gut wie jeder. Dass Baumgartners Rekord schon wieder Geschichte ist, wissen dagegen deutlich weniger Menschen.

Aus Markensicht ist ein Weltrekord also eine Feder, mit der sich jedes Unternehmen gerne schmückt. Da machen auch die Automobilhersteller keine Ausnahme. W&V Online präsentiert deshalb zehn spektakuläre Guinness-Aktionen, in denen das Testimonial Auto eine prominente Rolle spielte.

1. Schnell mal quergelenkt

Das Heck ausbrechen lassen und gleichzeitig kontrolliert gegenlenken - was vielen Autofahrern oft nur unfreiwillig auf winterlichen Straßen gelingt, ist schon lange eine eigene Motorsportart. In diesem Bereich kann sich Nissan jetzt die Krone aufsetzen, seit letzer Woche kann sich der Autobauer über den neuen Weltrekord für den schnellsten Drift freuen: Bei über 300 km/h stellte der japanische Rennprofi Masato Kawabata seinen getunten GT-R Nismo quer. Der vorherige Rekordhalter war da deutlich langsamer: Der Pole Jakub Przygonski kam 2014 in einem PS-starken Toyota "nur" auf gut 217 km/h.

2. Auto-Ballett

Zugegeben: In dem Pepsi-Kurzfilm, mit dem die Getränke-Marke im vergangenen Jahr weltweit on air ging, spielen Autos eigentlich nur eine kleine Rolle. Der Spot um geheimnisvolle, außerirdische Satelliten wartet dennoch mit einem Automobil-Rekord auf: In der Wüste vor Dubai formten insgesamt 121 Autos ein dynamisches Friedenszeichen (zu sehen bei 5:24). Dank dem "größten Auto-Synchron-Tanz" stehen Pepsi und die verantwortliche Agentur Impact BBDO nun im Guinness-Buch der Rekorde.

3. Spuren im Sand

Viral-Erfolge lassen sich nicht erzwingen, die ganz großen Gesten wirken dennoch meist am besten. Nicht kleckern, sondern klotzen - diesem Motto folgte auch Hyundai im vergangenen Jahr. Die Nachricht der 13-jährigen Stefanie an ihren Vater im Weltall kam bei vielen gut an, so auch bei unserem Autor Markus Sekulla. Was vielleicht daran liegt, dass der koreanische Konzern es nicht bei einer simplen SMS oder einer Whatsapp-Nachricht bewenden ließ. Vielmehr brauchte es 11 Hyundai Genesis, die Stefanies Botschaft in den Wüstensand des US-Bundessatts Nevada schrieben. Die Botschaft brachte es auf insgesamt 5.556.411,86 Quadratmeter Fläche und ist damit laut Guinness das größte Bild aus Reifenspuren.

 

4. Der große Sprung

Die Marke Red Bull ist scheinbar auf Rekord-Sprünge abonniert, und das bereits vor seinem mittlerweile in Ungnade gefallenem Werbegesicht Felix Baumgartner. Dem Motocross- und Ralley-Fahrer Travis Pastrama gelang zum Neujahr 2010 ein beeindruckendes Kunststück. Mit seinem Subarau Impresa schoss der US-Amerikaner beinahe 82 Meter über das Hafenwasser der kalifornischen Stadt Long Beach. Bislang ist das der weiteste Sprung, den ein Auto über eine Rampe zurücklegte.

5. Mut zur Lücke

Die Einpark-Künste von Männern und Frauen - beziehungsweise der Mangel an selbigen - waren schon immer Anlass für Streitigkeiten. In einem Punkt dürfte aber Einigkeit bestehen: Mit einem Kleinwagen findet sich deutlich einfacher eine Lücke. Von daher ist es nicht verwunderlich, dass der Rekord für das "engste Längsparken" an den Fiat 500C 1.2 Cult geht. Der Platz, in den der Stuntfahrer Alastair Moffatt sein Gefährt lavierte, war übrigens nur 7,5 Zentimeter länger als der Fiat selbst.

6. Eine Raubkatze wagt einen Überschlag

Am 14. September gab Jaguar Gas: Pünktlich zur IAA schickte die britische Automarke ihren Stuntfahrer Terry Grant durch einen über 19 Meter hohen Looping. Mit der spektakulären Aktion warb Jaguar für den neuen F-PACE Sportwagen. Für den wagemutigen Fahrer war das einer "der stolzesten Momente" seiner Karriere.

7. Mit einer Tankfüllung durch Europa

Technische Innovationen bieten sich oft für Rekordversuche an - so auch im Fall von Audi und dem britischen Automobil-Dienstleister RAC. Die beiden schickten einen Motorsport-Journalisten und eine Rennfahrerin auf einen Trip durch Europa. Die Vorgabe: Für den Weg sollte eine Tankfüllung ausreichen. Über die Niederlande, Belgien, Luxemburg und Österreich bis Serbien und Ungarn kämpfte sich das Fahrerteam schließlich durch insgesamt 14 Länder.

8. Birdie dank Pferdestärken

Die Frage nach der Sinnigkeit einiger Rekordversuche sollte eigentlich gar nicht erst aufkommen. Es zählt allein die Aufmerksamkeit der potenziellen Zielgruppe. Ein Beispiel: Das Unternehmen Merdes-Benz, das sich 2012 den Titel in der Kategorie "Weitester Golfabschlag, der in einem fahrenden Auto gefangen wurde". In nackten Zahlen wirkt das Unternehmen jedoch beeindruckender. Während Ex-Formel 1-Pilot David Coulthard im SLS AMG Roadster eine Spitzengeschwindigkeit von 190km/h erzielte, "lochte" der Golfprofi Jake Shepherd den Ball nach 250 Metern ein.

  

9. Eine Rekord-Partnerschaft

Von einer bestimmten Sportart kann Škoda anscheinend nicht die Finger lassen: Der tschechische Autobauer steht vielleicht mittlerweile Synonym für den Eishockey-Sport. Er ist seit 1993 Hauptsponsor der Weltmeisterschaften der Internationalen Eishockey-Föderation (IIHF), in keiner anderen Sportart besteht eine derart lange Partnerschaft. Das Engagement scheint sich für Škoda auszuzahlen, das letzte Turnier gab es übrigens im Heimatland des Unternehmens. 

10. Rasen-Flitzer

Eine Höchstgeschwindigkeit von 187 km/h bei einem Gewicht von 140 Kilogramm - angesichts dieser Zahlen ist die Bezeichnung für Hondas "Mean Mower" (zu deutsch: "Mieser Mäher") sicher keine Übertreibung. Der japanische Konzern ließ sein Höllengefährt 2014 vom "Top Gear"-Team testen. Der schnellste Rasenmäher der Welt schneidet zudem auch Gras - allerdings nur bei maximal 24 km/h.

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