Next Conference:
Parallelwelten auf der Next 2019

Die Digitalisierung verändert die Eventbranche. Was das für die diesjährige Next Conference bedeutet, verrät Ina Feistritzer, bei SinnerSchrader verantwortlich für die Konferenz.

Text: W&V Redaktion

Ina Feistritzer
Ina Feistritzer

Mit der Digitalisierung verändert sich auch die Eventbranche massiv: Wer sich nicht weiterentwickelt, bleibt auf der Strecke. Wie hat sich die NEXT seit dem Start im Jahr 2006 verändert?

Wir beschäftigen uns mit den Trendthemen im Bereich digitale Innovation und Marketing, so dass sich der inhaltliche Fokus kontinuierlich verschiebt. 2006 war Social Media das heiße Thema, inzwischen sprechen wir darüber, wie Plattformen wie Facebook unsere Gesellschaft grundlegend verändert haben. 2019 schauen wir uns bei der NEXT Entwicklungen in China, den Einsatz künstlicher Intelligenz und Herausforderungen der digitalen Transformation für Unternehmen an. Auch das Setup der Konferenz wandelt sich. Wir haben uns vor ein paar Jahren entschieden, nicht dem Trend zum Massenevent zu folgen und die NEXT bewusst in einer intimeren Größe zu halten. Das ist für den Austausch und die Diskussionstiefe, die wir bei der NEXT erreichen, von großem Vorteil. Neben der NEXT Conference mit 1.500 Teilnehmern bauen wir daher kleine Austauschformate für CMOs und digitale Innovatoren. Denn der Bedarf zur Vernetzung auf persönlicher Ebene ist groß.

Und was gibt es in diesem Jahr Neues?

Wir werden noch mehr Formate in überschaubaren Gruppen zum direkten Austausch anbieten, vom Networking-Lunch über das Meet-up auf der Barkasse bis hin zur Kneipen-Session.

Der Trend von heute ist morgen schon überholt. Wie schafft man es dennoch, ein Motto zu wählen, das auch Monate nach der Festlegung noch neugierig macht?

Wir recherchieren sehr tief mit einem internationalen, offenen Blick. So können wir Trends beim Wachsen zusehen. Die Kunst ist es, nicht zu weit in die Zukunft zu schießen, sondern ein Thema zu treffen, dass sich gleichzeitig nach Langfristigkeit anfühlt und dabei jedoch den Zeitgeist trifft.

Warum fiel die Wahl des Mottos letztlich auf „Parallelwelten“?

Wir denken zunächst in unterschiedlichste Richtungen und legen das Motto dann nach einer internen Verprobung recht demokratisch fest. “Parallelwelten” eröffnet unzählige Gedankengänge, gibt es diese doch bei uns Menschen wie auch in Unternehmen. Jedem fällt sofort etwas dazu ein, und genauso spannend - jeder interpretiert Parallelwelten anders. Das ermöglicht den hochkarätigen NEXT- Speakern interessante Gestaltungsräume, die sie besetzen werden.

Auf welche Speaker freuen Sie sich persönlich am meisten?

Die Vielfalt der Sprecher ist in diesem Jahr groß - vom CERN-Forscher bis zum Asia-Experten. Neue interessante Erkenntnisse für das Marketing der Zukunft erhoffe ich mir von TL Taylor zum Thema Gaming sowie von Eliza Filby zum Thema Generations - und als Mutter zweier Jungs stecken in diesen Themen sicher auch persönliche Erkenntnisse drin.

Die CEBIT versucht sich jetzt im Ausland, die re:publica hat bereits mehrere internationale Ableger. Wird es in Zukunft auch mal eine NEXT außerhalb von Deutschland geben?

Insbesondere mit kleineren Formaten ist das sicher denkbar, aktuell fokussieren wir uns jedoch auf die NEXT im Rahmen des Reeperbahn Festivals in Hamburg.

Wie sicher sind Sie, dass die 20. NEXT im Jahr 2025 immer noch in der realen und analogen Welt stattfindet?

In der Tat gibt es einen Trend in Richtung virtueller Content. TED-Talks zu jedwedem Thema und E-Learning gibt es ja schon länger, neu ist nun die Teilnahme an Summits via VR-Brille. Solange uns der zwischenmenschlichen Austausch aber am Herzen liegt, halte ich eine persönliche Zusammenkunft für besser geeignet.


Autor:

W&V Redaktion
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