Nachhaltigkeitsbefragung :
Ein Viertel der Online-Shopper besteht auf Öko

Eine Befragung unter Online-Shoppern zum Thema Umweltbewusstsein zeigt ein gemischtes Bild: Während fehlende Nachhaltigkeit für ein Viertel ein No-Go ist, will ein Drittel keine Öko-Kompromisse eingehen.

Text: Maximilian Flaig

Nachhaliger Konsum gewinnt an Bedeutung.
Nachhaliger Konsum gewinnt an Bedeutung.

Ein Viertel der Online-Shopper hat bei einem Händler schon mal nicht bestellt, weil dieser für sie wichtige Nachhaltigkeitskriterien nicht erfüllt. Das hat das Meinungsforschungsunternehmen Civey im Auftrag des Bundesverbands E-Commerce und des Versandhandel e.V. herausgefunden. Die Studie zeigt allerdings auch, dass für fast 60 Prozent fehlende Nachhaltigkeit kein Ausschlusskritikrum darstellt.

Besonders wichtig ist den über 2.000 Befragten die Verwendung von nachhaltiger Verpackung (42,7 Prozent). An zweiter Stelle steht die Anforderung an Transparenz der Warenherkunft und Lieferkette (41,1 Prozent).

Mit etwas Abstand folgt auf dem dritten Platz das Angebot von Produkten aus nachhaltiger Herstellung (34,5 Prozent) sowie  Soziales Engagement (32,2 Prozent) und Transparenz der Produktionsbedingungen (30,1 Prozent).

Schadstoffarme Lieferung und die Nutzung von Ökostrom bilden das Schlusslicht der Verbraucherpräferenzen. Mehrfachnennungen waren möglich. Rund ein Drittel der Befragten legt jedoch auf keine der Maßnahmen besonderen Wert.

Kompromissbereitschaft noch ausbaufähig

Bei der Frage, welche Kompromisse die Befragten eingehen würden, um nachhaltiger einzukaufen, hat die höchste Akzeptanz die Rückgabe von Mehrwegverpackung (34,8 Prozent) erhalten; gefolgt von dem Kauf von funktionsfähiger Ware mit kleinen Schönheitsfehlern (sogenannte "B-Ware") mit 34,0 Prozent und längeren Lieferfristen (32,6 Prozent).

Ein Drittel der Befragten ist allerdings nicht bereit, Kompromisse zugunsten der Nachhaltigkeit beim Einkauf im Internet einzugehen (32,4 Prozent). Einen Aufpreis für nachhaltige Verpackungen würden nur 23,2 Prozent der Befragten akzeptieren; den Verzicht auf die Versandverpackung lediglich ein Viertel (25,0 Prozent).


Warum Nachhaltigkeit für Marken im kommenden Jahr überlebenswichtig wird, lesen Sie hier.



Autor: Maximilian Flaig

ist seit 2018 W&V-Redakteur und verbringt in dieser Funktion die meiste Zeit des Tages im Agenturressort. Dort versorgt ihn die kreativste Branche der Welt zuverlässig mit guten Geschichten - oder mit Zahlen für diverse Rankings. Sport- und Online-Marketing interessieren den gebürtigen Kölner besonders. 


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