Kommunikationskampagne:
Start-up Nu Company fordert Schoko-Reinheitsgebot

Das Schoko-Start-up Nu Company macht einiges anders als die etablierten Brands. Jetzt fordern die Leipziger ein Schokoladen-Reinheitsgebot und laden die Konkurrenz zum Schokoriegel-Gipfel ein.

Text: Stefan Schasche

Ein Reinheitsgebot für Schokolade? Wieso eigentlich nicht?
Ein Reinheitsgebot für Schokolade? Wieso eigentlich nicht?

Weniger Zucker, kompostierbare Verpackungen, transparente Zutatenlisten und pflanzliche statt tierische Zutaten, Klimaneutralität sowie keine Kinderarbeit bei den Kakaolieferanten: das Schokoriegel-Start-up Nu Company hat sich diese Ziele bis 2030 gesetzt und könnte daher durchaus zum Vorbild in Schokoladenmarkt taugen. Das jedoch ist den Leipzigern nicht genug. Stattdessen fordert das junge Unternehmen ein "Reinheitsgebot für Schokoriegel" für alle Schoko-Brands und lädt die Großen der Branche von Nestlé über Ferrero und Storck bis hin zu Mars und Mondelez am 21. Oktober in ihre Heimatstadt ein, um über die oben genannten Ziele zu diskutieren. 

Die Forderung nach einem "Reinheitsgebot für Schokoriegel" wird im Oktober von einer umfangreichen Out-of-Home-Kampagne mit Außenwerbung in 37 Städten, einem Kampagnenfilm in den sozialen Medien und Aktionen am Point of Sale unterstützt (Agentur: Kastner, Offenbach). Ein kurzer Teaser ist bei Youtube bereits zu sehen.

Ein größeres Ziel im Visier

"Letztes Jahr haben wir lautstark auf die verheerenden Folgen aufmerksam gemacht, die die Lebensmittelindustrie verursacht. Getan hat sich seitdem viel zu wenig. Deshalb gehen wir dieses Jahr einen Schritt auf große Hersteller zu, um gemeinsam einen neuen Weg einzuschlagen. Die Fakten sind schließlich nach wie vor alarmierend," erläutert Co-Gründer Christian Fenner, der sich fragt, ob ein Reinheitsgebot wie beim Bier nicht auch bei anderen Produkten funktionieren könnte.