Zusammenarbeit mit dem Media Rating Council

Diese Änderungen betreffen vor allem die Monetarisierung von Inhalten, Markensicherheitstools und -praktiken sowie die strengere Einhaltung der Community-Standards und die Zusammenarbeit mit Werbungtreibenden. Dazu wird Facebook mit dem unabhängigen Branchengremium Media Rating Council (MRC) zusammen arbeiten, das unter anderem folgende Punkte überprüfen wird:

  • Die Bewertung der Entwicklung und Durchsetzung von Partnerrichtlinien bei der Monetarisierung.
  • Die Bewertung der Entwicklung und Durchsetzung von Richtlinien zur Monetarisierung von Inhalten, sowie die Art und Weise, wie diese Richtlinien das 4A's/GARM Brand Suitability Framework fördern und die MRC-Standards für Markensicherheit erfüllen.
  • Die Bewertung der Anwendung von Brand-Safety-Kontrollen auf Anzeigen, die innerhalb von Verlagsinhalten wie In-Stream, Instant Articles oder Audience Network gezeigt werden.
  • Die Messung der Genauigkeit der Maßnahmen. Sobald die Prüfung abgeschlossen ist, wird Facebook dem MRC ein Update über den Umfang und den Zeitplan dieser Prüfung zukommen lassen

Bericht des Community Standards Enforcement Report kommt im August

Über die strengere Einhaltung der Gemeinschaftsstandards wird der Community Standards Enforcement Report (CSER) berichten, der wie im Mai angekündigt, nun vierteljährlich erscheinen wird. Der nächste Bericht wird im August veröffentlicht. 

In dem Bericht soll unter anderem detailliert aufgezeigt werden, die der Internetriese bei der Entfernung von Inhalten vorgeht. Als Teil des Engagements für Transparenz beabsichtige Facebook außerdem, die Verbreitung von Hassreden im kommenden Jahr in die CSER-Berichte aufzunehmen, soweit keine weiteren Komplikationen durch COVID-19 auftreten. 

Zuckerberg kündete im Februar außerdem an, man könne sich eine mögliche Öffnung der Inhaltsmoderationssysteme für externe Prüfungen vorstellen. Der Dritte Abschnitt des Posts richtet sich daher an die wichtigsten Interessengruppen, darunter staatliche Aufsichtsbehörden, die Zivilgesellschaft und die Werbeindustrie. Die Prüfung wird von Dritten durchgeführt werden und die Häufigkeit von Verstößen gegen Inhalte einschließen. Da Facebook selbst noch am Anfang dieses Prozesses steht, kann der Konzern noch keine weiteren Einzelheiten bekannt geben.

Global Alliance for Responsible Media soll Brand Safety überwachen

Im Bereich der Brand Safety kündigte Facebook folgende Neuerungen an:

Die Teilnahme an der Global Alliance for Responsible Media (GARM) des Weltverbandes der Werbetreibenden (World Federation of Advertiser's Global Alliance for Responsible Media) zur Angleichung der Markensicherheitsstandards und -definitionen, gemeinsamen Tools und Systemen sowie zur unabhängigen Überwachung der Branche.

  • Die Schulung von Branchengremien hinsichtlich der Arbeitsweise der Teams bei der Überprüfung von Inhalten und der Durchsetzung der Gemeinschaftsstandards.
  • Die Zertifizierung durch unabhängige Gruppen, wie zum Beispiel die Digital Trading Standards Group, die speziell Werbeprozesse anhand der JICWEBS-Good Practice Principles prüft und eine Voraussetzung für die Erreichung des Interactive Advertising Bureau Gold Standard ist. Man werde weiterhin mit Gremien der Werbeindustrie wie der Global Alliance for Responsible Media und dem Media Rating Council zusammenarbeiten, um Brand-Safety-Instrumente und -Praktiken zu überprüfen. 

Der Post schließt mit den Worten:

"Wir erkennen unsere Verantwortung an, ein sicheres Umfeld für alle zu schaffen, die unsere Plattformen nutzen. Um dies zu tun, müssen wir unseren Partnern transparent machen, wie gut wir die Sicherheit der Plattform durch die Entfernung von verletzenden Inhalten gewährleisten. Wir arbeiten derzeit daran, die wichtigsten Bedenken auszuräumen, erkennen aber an, dass noch viel mehr zu tun ist."

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Marina Rößer © privat
Autor: Marina Rößer

ist als Redakteurin im Agenturressort der W&V tätig. Die Diplom-Politologin hat viele Jahre in einem Start-Up gearbeitet und ist daher besonders fasziniert von innovativen Digitalthemen und kreativen Marketingstrategien. Ihre eigene kreative Seite lebt sie beim Kochen und Fotografieren aus und bringt sich zudem Designthemen bei.