Kampf den Bots bei Chrome

Für seinen Webbrowser Chrome hat Google mehrere APIs veröffentlicht, mit deren Hilfe sich Anzeigenauswahl, Conversion-Messung und Betrugsschutz regeln lassen, ohne dass dabei personenbezogene Daten über einzelne Nutzer freigegeben werden. Das ist Teil der Privacy Sandbox-Initiative.

Erstes Ergebnis: Entwickler haben ab sofort Test-Zugriff auf eine Schnittstelle, die den Betrug durch Bots bekämpfen soll. Diese API ist ein Zuverlässigkeitstoken gegen Anzeigenbetrug, bei dem zwischen Bots und echten Nutzern unterschieden wird. Weitere zeitnahe Livetests sind bereits geplant.

Sobald die Anforderungen von Nutzern, Publishern und Werbetreibenden durch diese Maßnahmen erfüllt werden, soll die Unterstützung von Drittanbieter-Cookies in Chrome auslaufen.

Googles Grundsätze für die Zukunft

Transparenz und Selbstbestimmung hält Google hoch und wirbt auch bei Werbungtreibenden und Publishern für entsprechende Methoden. Datenerhebungen sollten durch direkte Interaktionen mit dem User erfolgen. Mehr Daten sollten dann auch zu einem verbesserten Nutzererlebnis führen, findet Google.

Die Kontrolle sollte dabei immer beim Nutzer liegen. Versteckte Verfahren, bei denen Daten über einzelne Nutzer übertragen oder wie beim Fingerabdruck unbemerkt erfasst werden, missbilligt Google und will diese Haltung auch in der Branche vorantreiben.

Wer sich unsicher ist, kann einen Blick in die Empfehlungen für Werbungtreibende und Publisher werfen, die unter anderem Best Practices enthalten.



Annette Mattgey, Redakteurin
Autor: Annette Mattgey

Seit 2000 im Verlag, ist Annette Mattgey (fast) nichts fremd aus der Marketing- und Online-Ecke. Für Markengeschichten, Kampagnen und Karriere-Themen hat sie ein besonderes Faible. Aus Bayern, obwohl sie "e bisi anners babbelt".