"CEOs müssen heute selber Marken sein"

Wie es auch einfach geht, zeigt Fresenius-CEO Stephan Sturm. Zur COVID-19-Pandemie richtete er sich aus dem Home-Office per Laptop-Kamera direkt an seine Mitarbeiter:

Auch Telekom-CEO Tim Höttges weiß, wie man es besser macht. Seine selbstironischen Weihnachtsvideos sorgen nicht nur bei den eigenen Mitarbeitern für gute Laune:

Insgesamt jedoch zieht Michael Cramer, Geschäftsführer der Unternehmensberatung Altcramer, ein ernüchterndes Fazit: "Die DAX-CEOs halten sich, was Bewegtbild-Content angeht, versteckt." Dies sei ein Fehler, denn CEOs müssten heute selber Marken sein und diese "emotional und öffentlickeitswirksam" vertreten. Bewegtbild biete hier die größten Chancen, sagt Cramer: "Es ist der beste Weg, um seine Stakeholder emotional anzusprechen und sich als modernen CEO zu positionieren."

Die Studie bemängelt nicht nur die Quantität der Videos - auch bei grundlegenden Dingen werde einiges falsch gemacht, heißt es. So sind Videos oft doppelt veröffentlicht, in deutscher sowie in englischer Sprache, statt Untertitel in verschiedener Sprache zu verwenden.


Autor: Maximilian Flaig

studierte Amerikanistik in München, volontierte bei W&V und schrieb währenddessen auch für die Süddeutsche Zeitung. Der gebürtige Kölner betreut die Themenbereiche Sport, MarTech, Business Model und SEO/SEA.