Springer verdient über Plan

Springer erzielte 2022 trotz Krisen wie Ukraine-Krieg, Energie und Inflation rund 3,9 Milliarden Euro Umsatz sowie einen Gewinn von rund einer dreiviertel Milliarde Euro. Das sei mehr als ursprünglich budgetiert, sagte der Konzernchef. 85 Prozent des Umsatzes und mehr als 95 Prozent des Gewinns kommen demnach bereits aus dem Digitalgeschäft. Der Konzern mit aktuell rund 18 000 Mitarbeitern will sich perspektivisch - ohne einen genauen Zeitpunkt zu nennen - vom gedruckten Zeitungsgeschäft verabschieden und ein reines Digitalunternehmen werden.

Springer zog sich 2020 von der Börse zurück und war davor 2019 eine Kooperation mit dem US-Finanzinvestor Kohlberg Kravis Roberts (KKR) für beschleunigtes Wachstum eingegangen. Das Jobbörsenportal Stepstone will Springer an die Börse bringen. Auf die Frage, wann er damit rechne, dass sich KKR wieder aus dem Konzern zurückziehe, antwortete der Springer-Chef: "Als sie eingestiegen sind, sagten sie uns, dass sie einen Zeithorizont von mindestens fünf Jahren haben, eher sieben, vielleicht auch zehn. Das ist aber überhaupt kein Thema im Moment." Man sei mit der Zusammenarbeit mit KKR "außerordentlich zufrieden".

Der Unternehmenssitz liegt in Berlin, eine Verlagerung nach Amerika ist offensichtlich kein Thema. "In den nächsten Jahren wird der Wachstumsmotor des Mediengeschäfts von Axel Springer viel stärker in Amerika liegen als in Deutschland oder in anderen europäischen Märkten. Dass es dann so etwas wie einen zweiten Standort gibt – das ergibt sich von selbst." Zugleich sagte der 60-Jährige: "Dass formal der Rechtsstandort von Berlin nach Amerika verlegt wird - das halte ich für unwahrscheinlich. Axel Springer ist ein transatlantisches Medienunternehmen." (dpa)


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Autor: W&V Redaktion

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