Es gab vor allem Unmut bis hin zu Rücktrittsforderungen im Kontext einer privaten umstrittenen Kurznachricht, die Döpfner an den Schriftsteller Benjamin von Stuckrad-Barre geschickt hatte. Der Springer-Chef hatte den damaligen "Bild"-Chefredakteur Reichelt als letzten und einzigen Journalisten in Deutschland bezeichnet, der noch mutig gegen den "neuen DDR-Obrigkeitsstaat" aufbegehre. Fast alle anderen seien zu "Propaganda Assistenten" geworden. Springer hatte die Kurznachricht als Ironie eingeordnet. Danach hatten Zeitungsverleger auf einer BDZV-Präsidiumssitzung bei einer Aussprache eine Entschuldigung Döpfners zu der umstrittenen Nachricht akzeptiert. Der Verband arbeitet derzeit an einer Reformstruktur. (dpa/st)


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Autor: W&V Redaktion

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