Die Grimme-Preise werden am 26. August im Theater Marl bei einer großen Gala übergeben. Sie gelten als Deutschlands renommierteste Trophäe für Qualitätsfernsehen. 

Den Preis für die "Besondere Journalistische Leistung" erhält in diesem Jahr Katrin Eigendorf (ZDF) für ihre "exzellenten Reportagen über die Lage der Frauen und Mädchen in Afghanistan", so die Grimme-Jury. Eine besondere Ehrung des Preisstifters Deutscher Volkshochschul-Verband (DVV) erhält die Entertainerin und Komikerin Anke Engelke. Engelke halte uns "mit ihrer einzigartigen Ironie immer wieder einen Spiegel vor", sagte DVV-Präsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer. 

Rassismus im Fußball

Das Sendekonzept von "Am Limit?! Jetzt reden WIR!" (HR) stelle Kinder und Jugendliche in den Vordergrund und lasse sie selbst von ihren persönlichen Erfahrungen und Einschränkungen in der Corona-Pandemie berichten, so die Jury. Für dieses Konzept werden Christine Rütten und Petra Boberg mit dem Spezialpreis ausgezeichnet. 

Für den Dokumentarfilm "Schwarze Adler" über Rassismus im Fußball bekommt der Autor und Regisseur Torsten Körner einen Grimme-Preis. Der Film erzähle mit teils schwer erträglichen Bildern, wie schwarze Nationalspielerinnen und -Spieler jahrzehntelang in aller Öffentlichkeit zu Exoten erklärt und beleidigt worden seien, urteilte die Jury. Die Aufnahmen und Interviews hätten nicht nur ihm selbst, sondern teils auch dem gesamten Team manchmal die Tränen in die Augen getrieben, sagte Körner am Dienstag.

Ausgezeichnet wurde außerdem "Freitagnacht Jews" - eine Talkshow mit Essen und Trinken, zu der der Schauspieler und Musiker Daniel Donskoy jüdische Menschen ins WDR-Studio einlädt. "Der Alkohol ist echt dabei - oft ist es Wodka", sagte er am Dienstag. "Endlich eine Sendung, die die Vielfalt jüdischen Lebens in Deutschland ins Zentrum stellt", fand die Jury. "Daniel Donskoy spricht mit seinen Gästen schonungslos offen, humorvoll und gleichzeitig tiefgründig über die vielen Facetten des jüdischen Lebens", lobte WDR Intendant Tom Buhrow.

Aus mehr als 760 Einreichungen hatte das Grimme-Institut 74 Beiträge für den Preis nominiert. Die Auszeichnung wird seit 1964 jährlich verliehen. (dpa/st)


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Autor: W&V Redaktion

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