Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 4 Min.

Preis-Schock bei Apple Music und Apple TV+

Immer am Vormittag die wichtigsten Meldungen des Tages – das ist TechTäglich, die Technik-Kolumne von W&V. Heute mit dem Preis-Schock bei Apple Music und Apple TV+ sowie dem neuen Design von YouTube.
wuv.png
© W&V

Energiekrise, Inflation, alles wird gefühlt teurer. Auch Apple dreht kräftig an der Preisschraube: Erst wurden die Preise für Apps erhöht, dann präsentierte der kalifornische Konzern neue iPads mit saftigen Aufschlägen. So erhöhte das Unternehmen beim Einsteiger-iPad 2022 den Preis um 52 Prozent im Vergleich zum 2021er Einsteiger-iPad: Statt bei 379 Euro geht es jetzt bei 579 Euro los.

Nun der nächste Schritt: Die Abo-Dienste Apple Music und Apple TV+ sind ab sofort teurer. Auch das dreistufige Bundle "Apple One" steigt im Preis (16,99 statt 14,99 Euro/22,99 statt 19,99 Euro/31,99 statt 28,99 Euro). Die Einzellizenz für Apple Music erhöht sich von 9,99 Euro auf 10,99 Euro. Die Familienlizenz kostet statt 14,95 nun 16,95 Euro pro Monat. Apple TV+ lässt sich künftig für 6,99 statt 4,99 Euro abonnieren. Im Jahres-Abo zahlt man nun 69,99 statt 49,99 Euro.

Ein mutiger Schritt. Denn damit wird Apple Music zum teuersten Musikstreamingdienst in Deutschland. Konkurrent Spotify, die klare Nummer eins im weltweiten Markt, verkauft das Einzel-Abo vorerst weiter für 9,99 Euro. Für die Familienlizenz nehmen die Schweden auch weiter 14,99 Euro.

Dies ist das erste Mal seit dem Launch, dass Apple die Abo-Preise anzieht. Die Firma begründet den Schritt so: "Die Änderung bei Apple Music ist auf einen Anstieg der Lizenzkosten zurückzuführen, und im Gegenzug werden Künstler und Songwriter mehr für das Streaming ihrer Musik verdienen. Wir fügen auch weiterhin innovative Funktionen hinzu, die Apple Music zum besten Hörerlebnis der Welt machen."

Auch den Preisaufschlag bei Apple TV+ rechtfertigt der Konzern: "Wir haben Apple TV+ zu einem sehr niedrigen Preis eingeführt, weil wir nur mit einigen wenigen Sendungen und Filmen begonnen haben. Drei Jahre später bietet Apple TV+ eine umfangreiche Auswahl an preisgekrönten und von der breiten Öffentlichkeit gelobten Serien, Spielfilmen, Dokumentationen sowie Kinder- und Familienunterhaltung von den kreativsten Erzählern der Welt."

 

Ob speziell die Preiserhöhung bei Apple TV+ auf Verständnis bei den Kunden stößt, darf bezweifelt werden. Mit 4,99 Euro war der Dienst fair bepreist. Während Konkurrenten wie Netflix oder Prime Video jeden Monat deutlich mehr neue Inhalte präsentieren, beschränkt sich Apple TV+ auf einige wenige Filme, Serien und Dokus.

Mit "For all mankind", "Bad Sisters", "Severance" und "Ted Lasso" haben die Macher von Apple TV+ zwar bewiesen, dass sie Qualität abliefern können, doch die Auswahl an neuem Content ist noch zu klein.

Selbst zu einem Preis von 4,99 Euro pro Monat landete Apple TV+ bei den Streaming-Marktanteilen in Deutschland zuletzt nur auf Platz 5. Netflix, Prime Video und Disney+ liegen auf den Plätzen 1 bis 3 – und sogar Sky schafft es noch, Apple TV+ abzuhängen.

Das sind die Themen in TechTäglich am 26.10.2022:

Preis-Schock bei Apple Music und Apple TV+

Mediamarkt mit zwei neuen Aktionen auf Kundenfang

Neues Design für YouTube

Smartphone-Markt bricht weltweit ein

Elon Musk will Twitter-Übernahme bis Freitag abschließen

Die Cookiekalypse hält die Branche in Atem. Besser, man hat eine gute First-Party-Data-Strategie. Wie man die entwickelt, lernst du im W&V Executive Briefing.

Kennst du eigentlich schon unser KI-Update? Einmal pro Woche die wichtigsten Veränderungen zu KI im Marketing. Einordnung, Strategie, News, direkt in dein Postfach. 

Wie funktioniert eigentlich Tiktok? Einen schnellen und umfassenden Überblick gibt dir die aktuelle Ausgabe des W&V Executive Briefing zum Thema Tiktok.

Neueste Beiträge

Mediamanagement
WuV Community Icon Warum der Mediaplan mit KI-Agenten beweglicher wird
In den meisten Unternehmen wird das Media-Budget noch immer einmal im Jahr verteilt – auf Basis von Vorjahreswerten, Agenturempfehlungen und Erfahrung. Gleichzeitig ändern sich Preise, Reichweiten und Nachfrage im Tagesrhythmus. Datengetriebene Modelle und KI-Agenten versprechen, diese Lücke zu schließen. Doch bevor Agenten Budgets verschieben können, müssen Werbungtreibende ein älteres Problem lösen: Sie wissen oft nicht genau, was ihre Werbung wirklich kostet und was sie bewirkt.
6 Minuten
Virale Solidarität
WuV Community Icon Red Baron Pizza: Wie ein Internet-Prank einen Mitarbeiter reich machte
Ein Instagram-Prank bringt in den USA den Mitarbeiter eines Tiefkühlpizzaherstellers an seine emotionalen Grenzen. Das Netz sammelt Hunderttausende Dollar für ihn, und die Pizzamarke reagiert mit einem Post, der sehr vieles sehr richtig macht.
5 Minuten
30. Okt 2026
Sportstreaming & Werbung
WuV Community Icon Warum die Zukunft des Live-Sports nicht nur im Abo liegt
Sportfans brauchen für alle Spiele ihres Lieblingsvereins heute oft mehrere Abos. Gleichzeitig läuft immer mehr Live-Sport kostenlos und werbefinanziert.  Bérangère Degni-Rezé, Head of TV Plus EMEA bei Samsung Ads, erklärt, wer einschaltet und was Marken davon haben.
9 Minuten
30. Okt 2026

Das könnte dich auch interessieren

AI Leaders 2026
WuV Community Icon "Keiner baut die Bühne": Wie Matthias Hanschke Henkels Marketing auf KI trimmt
Kein einzelnes Tool, sondern die ganze Content Supply Chain: Seit gut zwei Jahren baut Matthias Hanschke bei Henkel ein KI-Ökosystem mit Markenagent, Briefing- und Content-Agent sowie einem Agenten für Content-Optimierung. Heute läuft es produktiv in mehreren Märkten. Hanschke gehört zu den W&V AI Leaders 2026.
3 Minuten
AI Leaders 2026
WuV Community Icon Zwei Wochen bis zum Proof of Concept: Sven Spöde macht Zeiss-Markenwissen für KI lesbar
Wie stellt ein Konzern sein freigegebenes Markenwissen so bereit, dass KI-Systeme es zuverlässig nutzen können? Sven Spöde, einer der W&V AI Leaders 2026, hat darauf bei Zeiss keine Anwendung gebaut, sondern eine zentrale Infrastruktur. Wie das technisch läuft und was er heute früher festlegen würde.
3 Minuten
15. Okt 2026
US Supreme Court Urteil
WuV Community Icon Warum KI niemals träumt: Das Urheberrecht und die Seele der Kreativität
Der Supreme Court verweigert maschinell erzeugten Bildern das Urheberrecht. Was wie eine juristische Formalie wirkt, offenbart bei genauerer Betrachtung das tiefste Geheimnis unserer Branche: Wahre Kreativität ist untrennbar mit der menschlichen Existenz und all ihren Unzulänglichkeiten verbunden.
4 Minuten
9. Mär 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige