Unklare Lage am Montagvormittag

Aktueller Stand am Montagvormittag: Durch Änderungen an seiner eigenen Schnittstelle war Tweetbot teilweise wieder funktionstüchtig – fällt aber immer wieder aus oder erreicht sein Limit für neue Tweets schon nach wenigen Minuten. Viele Twitter-Nutzer sind verärgert, und schreiben Tweets wie diesen: "Je länger die Twitter-API ausfällt, desto mehr missfällt mir Twitter. Und die Tatsache, dass sie nach drei Tagen noch nichts gesagt haben, ist erstaunlich. Twitter war schon immer mein bevorzugtes soziales Netzwerk, auch nach den API-Änderungen für Drittanbieter-Apps vor Jahren. Es ist überraschend, wie schlecht die native App im Vergleich zu Tweetbot ist."

Alternativen Spring und Fenix

Trost für alle, die keine Lust auf Twitters eigene App mit durcheinandergewürfelter Timeline, zahllosen Werbeeinblendungen und ungefragten Empfehlungen haben: Einige Third-Party-Apps wie Spring (einmalig 14,99 Euro) oder Fenix (6,99 Euro), die die Twitter-API offenbar anders ansprechen, funktionieren (noch). Sie sorgen für ähnlich angenehmes Twittern wie Tweetbot oder Twitterrific. Wer jetzt für sie bezahlt, riskiert aber, dass Musk auch sie über kurz oder lang stilllegen lässt.

Das sind die Themen in TechTäglich am 16. Januar 2022:

Apple stürzt nach 15 Jahren aus Top 100

Vorsicht! LG-Fernseher können töten

Twitter: Musks App-Sperre – und die Alternativen

iPod auf dem iPhone: Apple wirft Hit-App raus

Microsoft: Der große Schwindel beim Headset


Autor: Jörg Heinrich

Jörg Heinrich ist Autor bei W&V. Der freie Journalist aus München betreut unter anderem die Morgen-Kolumne „TechTäglich“. Er hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass Internet und Social Media künftig funktionieren, ohne die Nutzer auszuhorchen. Zur Entspannung fährt er französische Oldtimer und schaut alte Folgen der ZDF-Hitparade mit Dieter Thomas Heck.