Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 2 Min.

Erstmals seit 1987 mehr Vinyl als CDs verkauft

In den 80er und 90er Jahren begann der Siegeszug der CD. Doch er ist jetzt beendet. Neue Zahlen aus den USA zeigen, dass immer mehr Vinyl verkauft wird. Warum die Industrie profitiert, was Fans an den schwarzen Scheiben lieben.
© W&V

Die Musikindustrie in den USA gilt als Vorreiter für die gesamte internationale Branche. Die neuen Verkaufszahlen, die die Record Industry Assiciation of America (RIAA) aktuell gemeldet hat, sind eine faustdicke Überraschung. Derzeit feiert die Schallplatte ein großes Comeback: In den USA wurde erstmals seit 35 Jahren wieder mehr Vinyl als CDs verkauft. Seit 1988 dominierten die CD-Verkäufe, jetzt ist die "Serie" beendet. 

Im Vergleich zum Jahr 2021 sind die Umsätze mit Musik 2022 generell etwas gewachsen. Streaming macht 84 Prozent des Umsatzes aus, digitale Downloads 3 Prozent und physische Medien 11 Prozent.

Großer Gewinner ist die Schallplatte: Letztes Jahr wurden in den USA 41 Millionen Vinyl-Schallplatten verkauft, aber nur 33 Millionen CDs. Die Umsätze mit CDs sind um satte 18 Prozent auf 483 Millionen US-Dollar zurückgegangen. Die Umsätze bei Schallplattenverkäufen wuchsen hingegen um 17 Prozent auf 1,2 Milliarden US-Dollar. Das 16. Wachstumsjahr in Folge!

Die Musikindustrie freut's. Mit Vinyl lässt sich generell mehr Umsatz generieren. Denn Schallpaltten können deutlich teurer verkauft werden. Hinzu kommen viele Special Editions und aufwändige Boxen, deren Preise teilweise über 100 US-Dollar liegen. Vinyl-Liebhaber schätzen an dem Format neben dem Klang und dem Gefühl, im Gegensatz zum Streaming etwas Handfestes zu besitzen, die zahlreichen Bonus-Inhalte und Neuauflagen, die die Plattenfirmen permanent herausbringen. Der Siegeszug der CDs scheint endgültig vorbei. Marktforscher glauben, dass sich der Trend zum Vinyl in den nächsten Jahren festigt.

Neueste Beiträge

OOH auf dem Wasser
WuV Community Icon Von Kaulitz-Enten bis Floating Billboards: Wie Marken das Wasser erobern
Marken entdecken auf der Suche nach Aufmerksamkeit das Wasser als Bühne für spektakuläre OOH-Inszenierungen. Damit lassen sich Reichweiten in Millionenhöhe erzielen. Doch vor dem Social Buzz liegen in Deutschland viele Genehmigungen und lange Vorlaufzeiten.
7 Minuten
Marktforschung
WuV Community Icon Sinus bringt die Zielgruppen zum Sprechen - und das Marketing profitiert
Statt sich durch umfangreiche Zielgruppenstudien zu arbeiten, können Marketingteams künftig direkt mit synthetischen Milieu-Personas sprechen. Sinus-Manager Jan Hecht erklärt, inwiefern das Zeit spart, wie die Ergebnisse abgesichert werden – und wo die Stolperfallen liegen. 
10 Minuten
Konsolidierung
WuV Community Icon Warum Häppy an Vasataschröder verkauft
Die Agentur Häppy schlüpft unter das Dach von Vasataschröder. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten müsse man sich zusammenschließen, so der Tenor. Alleine hätte die Agentur jedenfalls nicht weitermachen können.
4 Minuten
1. Sep 2026

Das könnte dich auch interessieren

Anzeige
Vom digitalen Schaufenster zum AI Sales Consultant: Wie KI die Website neu definiert
Warum Marken und Agenturen Websites jetzt vom Content-Kanal zum intelligenten Beratungsraum weiterentwickeln müssen.
7 Minuten
US Supreme Court Urteil
WuV Community Icon Warum KI niemals träumt: Das Urheberrecht und die Seele der Kreativität
Der Supreme Court verweigert maschinell erzeugten Bildern das Urheberrecht. Was wie eine juristische Formalie wirkt, offenbart bei genauerer Betrachtung das tiefste Geheimnis unserer Branche: Wahre Kreativität ist untrennbar mit der menschlichen Existenz und all ihren Unzulänglichkeiten verbunden.
4 Minuten
9. Mär 2026
Künstliche Intelligenz und Ethik
WuV Community Icon Wenn Empathie-Simulation zur Gefahr wird: Tech-Giganten im Visier der Justiz
Die rasante Evolution generativer Sprachmodelle offenbart zunehmend ihre gesellschaftlichen Schattenseiten. Ein profilierter US-Anwalt, der derzeit Opfer von sogenannter „KI-Psychose“ vertritt, richtet nun eine drastische Warnung an die Technologiebranche: Die intime, unregulierte Bindung zwischen vulnerablen Nutzern und Chatbots berge ein massives, bislang massiv unterschätztes Eskalationspotenzial.
3 Minuten
16. Mär 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige