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Vorsicht! So schnell fallen Festplatten aus

Fotos, Videos, Songs: Die meisten Menschen speichern ihre wichtigen Daten gedankenlos auf Festplatten. Doch diese "leben" nicht ewig. Eine neue erschreckende Studie zeigt sogar, warum man schon nach wenigen Monaten vorsichtig sein muss.
© W&V

Und plötzlich sind alle Daten weg oder teilweise kaputt…

Achtung, wenn du eine Festplatte für Backups nutzt, die älter als drei Jahre ist! Eine neue Studie des US-Cloud- und Datensicherungsdienstes Backblaze zeigt: Das Durchschnittsalter der ausgefallenen 17.155 Laufwerke von 72 Modellen lag bei zwei Jahren und sechs Monaten. Backblaze hat dazu das Ausfalldatum, das Modell, die Seriennummer, die Kapazität, den Ausfall und den SMART-Rohwert aufgezeichnet.

Weitere Erkenntnis: Bei einer Beschränkung der Untersuchungen auf Laufwerkmodelle, die in den Rechenzentren nicht mehr in Betrieb sind, wiesen immerhin 35 Modelle mit 3379 Laufwerken eine etwas längere durchschnittliche Lebensdauer auf – zwei Jahre und sieben Monate.

Schon zuvor war der Sicherheitsforscher Timothy Burlee von Secure Data Recovery zu einem ähnlichen Ergebnis gekommen. Er hatte zwar nur 2007 ausgefallene Festplatten untersucht. Aber er kam zu dem Schluss, dass die durchschnittliche Laufzeit zwei Jahre und zehn Monate betrug. Die breiter angelegte Untersuchung von Backblaze zeigt, dass die Festplatten sogar noch schneller ausfallen.

Welcher Kauftipp lässt sich aus der Studie ableiten? Besser Festplatten mit kleineren Kapazitäten (bis 4 TB) kaufen. Sie halten länger als größere Platten von bis zu 12 TB. 

Die durchschnittliche Ausfallrate über die gesamte Lebensdauer lag bei 1,4 Prozent. Western Digital schnitt mit einer jährlichen Ausfallrate von 0,31 Prozent am besten ab. Der bekannte Hersteller Seagate kam auf den letzten Platz mit 2,28 Prozent. Alternative zu herkömmlichen Festplatten: die Sicherung von Daten in der Cloud.

Das muss natürlich nicht bei Backblaze geschehen: Es gibt am Markt viele seriöse Anbieter. Auch bei Firmen wie Microsoft, Dropbox, Apple und Google kann Cloud-Speicherplatz gebucht werden. Die Preise unterscheiden sich dabei kaum. Wenn ein Cloud-Serverzentrum allerdings einmal komplett ausfallen würde, könnte es auch Probleme mit gespeicherten Daten geben.

Kurzum: Absolute Sicherheit gibt es weder bei Festplatten noch in der Cloud!

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