Kreation des Tages :
Ogilvy Dubais ausgeschlafene Idee für Ikea

Die Agentur hat für das schwedische Möbelhaus Ikea eine Anzeige produziert, die mit Lavendelduft und beruhigendem Sound zeigt, wie toll die Betten-Linie "Sömnig" funktioniert.

Text: Manuela Pauker

Ogilvy versetzt die Emirate für Ikea in den Tiefschlaf.
Ogilvy versetzt die Emirate für Ikea in den Tiefschlaf.

Ikea testet die Möglichkeiten von Printwerbung weiter aus: Das schwedische Möbelhaus  hat für die Produktlinie "Sömnig" (übersetzt: müde, schläfrig) eine Anzeige produziert, die die Grenzen von Gedruckten weit ausdehnt: Sie kommt mit einer Duft-Komponente und einer akustischen Erweiterung.

Im Detail: Die Anzeige erschien in der April-Ausgabe des Magazins Good, eine Zeitschrift in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Das Motiv soll dem Leser verdeutlichen, wie gut man in "Sömnig" zur Ruhe kommt. Die betreuende Agentur Memac Ogilvy, Dubai, versetzt den Nutzer dafür direkt mit der Anzeige in den Schlaf: Dazu wurde das Papier mit nach Lavendel duftender Tinte bedruckt – eine Pflanze, der man beruhigende Wirkung nachsagt.

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Doch damit nicht genug: Die Anzeige enthält außerdem einen Soundchip, der eine Art "weißes Rauschen" abspielt, das ebenfalls beruhigend wirken soll. Die kreative Schlaftherapie ist theoretisch auch dauerhaft einsetzbar, der Soundchip kann via USB immer wieder aufgeladen werden. Der Lavendelduft wird sich jedoch mittelfristig verflüchtigen.

Als Group Head war Gary Rolf zuständig, auch die Kreation stammte von ihm sowie von Rohit Venkatesh.

Bei Ikea kennt man sich mit kreativen Printanzeigen aus: Anfang dieses Jahres schalteten die Schweden eine Anzeige für ein Kinderbett, die zugleich als Schwangerschaftstest einsetzbar war. Wer den positiven Test an der Kasse vorzeigte, erhielt einen Rabatt auf das beworbene Möbelstück.


Autor:

Manuela Pauker
Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde