Strategie :
Omnicom als Beratungs-Alternative zu Accenture & Co

Wie Omnicom Media Group mit Brain Consulting Werbekunden beim digitalen Umbau helfen will.

Text: Judith Pfannenmüller

Werbekunden suchen derzeit händeringend nach unabhängiger integrierter Beratung. Viele haben Probleme bei der Neuausrichtung ihrer Strukturen für die digitale Welt. Beratungsgiganten wie Accenture haben dabei gerade einen ziemlich guten Lauf. Aber die sind teuer. Nicht alle Kunden wollen sich in deren Obhut begeben und sind auf der Suche nach Alternativen.

"Die digitale Transformation und der darauf folgende Wandel fordert alle Kunden. Der externe Beratungsbedarf nimmt daher rapide zu", sagt  Peter Kuhlmann, COO der Omnicom Media Group Deutschland." Agenturgruppen können als Berater ins Spiel kommen, wenn sie sich richtig aufstellen und in Talent investieren.

So betreut Omnicom Media Group beispielsweise inzwischen zwei Dax-Unternehmen, die nicht Media-Kunden der Gruppe sind, sich aber für den digitalen Umbau gegen Beratungsfirmen wie Accenture entschieden haben. Brain Consulting spielt für Omnicom eine entscheidende Rolle, um solche Kunden in Zukunft noch besser zu bedienen.

Hand in Hand: Annalect und Brain Consulting

Brain Consulting tritt - aufgehängt an der Holding – als unabhängige Unternehmensberatung am Markt auf, kann sich aber der Ressourcen des großen Network-Bruders bedienen. Das derzeit 15-köpfige Team rund um Geschäftsführer Oliver Mohr wird im Omnicom-Network vor allem von den Services des Technologie- und Datenanalyse-Hubs Annalect profitieren, bei dem in Deutschland 70 und weltweit 700 Experten arbeiten: Physiker, KI- und Tech-Spezialisten, Datenanalysten.

Auf dieses hochspezialisierte Annalect-Knowhow können die Brain-Berater jetzt zugreifen, um für Kunden beispielsweise maßgeschneiderte Data Management Plattformen (DMPs) aufzusetzen und zu betreiben. „Brain Consulting baut so sein Leistungsangebot in Breite und Tiefe aus und kann unterstützt durch ein internationales Netz wachsen“, sagt Kuhlmann.

Im März hatte die Omnicom Mediagroup die unabhängige Münchner Agenturgruppe Brain Group mit ihren drei Agentur-Armen Brain Agency, Crazy Legs und Brain Consulting gekauft. Die inhabergeführte Agenturgruppe mit den Gesellschaftern Markus Stautner, Sandra Dettweiler und Oliver Mohr hatte zuvor verschiedene strategische Partner geprüft.

Die Brain Group war vor einer strategischen Zukunftsentscheidung gestanden: Die Gesellschafter hätten sehr viel Geld in die Hand nehmen müssen, um Kunden in der fragmentierten Kommunikationswelt weiterhin State-of-the-Art-Services, Knowhow und Technologie anbieten zu können. Das hätte viele Kapazitäten gebunden und wäre zu Lasten der Kundenberatung gegangen.

"Genau das wollten wir nicht. Wir wollten uns aus einer sehr gesunden Situation heraus verändern und haben mit Omnicom einen strategischen Partner gefunden der kulturell ideal zu uns passt", sagt Oliver Mohr. Besonders wichtig für Mohr ist, dass Brain Consulting innerhalb der Gruppe auch künftig eigenständig positioniert bleibe.


Autor:

Judith Pfannenmüller
Judith Pfannenmüller

ist Korrespondentin für W&V in Berlin. Sie schaut gern hinter die Kulissen und stellt Zusammenhänge her. Sie liebt den ständigen Wandel, den rauhen Sound und die thematische Vielfalt in der Hauptstadt.


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