Unangepasste Geschwindigkeit ist tödlichste Unfallursache 

"Mit jedem Verkehrsopfer stirbt mehr als ein Leben: Wir gedenken mit diesem emotionalen Motiv aller Verkehrstoten und zeigen, wie nachhaltig jeder Verlust ist. Gleichzeitig möchten wir aufzeigen, dass jeder Einzelne Verantwortung im Straßenverkehr trägt – nicht nur für sich, sondern auch für andere", sagt Andreas Scheuer, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur.

"Mit unserem Motiv sensibilisieren wir für die seit Jahren häufigste Unfallursache bei Unfällen mit Todesfolge: unangepasste Geschwindigkeit", erläutert Walter Eichendorf, Präsident des DVR. "Diese Unfälle sind vermeidbar. Durch unangepasste Geschwindigkeit kamen 2017 in Deutschland 1.077 Menschen zu Tode, also mehr als ein Drittel aller Verkehrstoten."

"Runter vom Gas" gewinnt silbernen Effie

Am 8. November wurde die langjährige Scholz & Friends-Kampagne mit dem silbernen Effie-Award des Gesamtverbands Kommunikationsagenturen (GWA) in der Kategorie "Doing Good" für die letztjährige Autobahnplakatkampagne "Perspektiven der Betroffenheit" ausgezeichnet.

Initiatoren von "Runter vom Gas" sind das BMVI und der DVR. Mit einer emotionalen Ansprache sensibilisiert die Kampagne seit 2008 für Risiken im Straßenverkehr sowie für eine Vielzahl von Unfallursachen und will damit für mehr Sicherheit auf deutschen Straßen sorgen.

Im Jahr 2017 verloren 3.180 Menschen im Straßenverkehr ihr Leben. 2011 waren es noch 4.009 Getötete. Im selben Jahr wurde im nationalen Verkehrssicherheitsprogramm das Ziel von 40 Prozent weniger Todesopfern im Straßenverkehr bis 2020 definiert.


Autor:

Maximilian Flaig

Unterstützt als Werkstudent die Redaktion in allen Bereichen. Während seines aktuellen Masterstudiengangs American History, Culture and Society schrieb Maximilian Flaig bereits für die "Süddeutsche Zeitung".