Die Jury war sich darin einig, dass es trotz des geringen Mediabudgets gelungen sei, im WM-Vorfeld eine große Öffentlichkeit zu schaffen und die Kampagne anschließend im Fernsehen und im Netz auszurollen. Agentur und Kunde hätten so eine Debatte angestoßen, die auch eine gute Reichweite gebracht habe.

Im Detail steht das, wie der Effie-Medienpartner Horizont berichtet, für eine Gesamtreichweite von 3,1 Milliarden Kontakten und einen Media-Äquivalenzwert von 30 Millionen Euro. Der Anteil weiblicher Fußballerinnen in deutschen Vereinen stieg um 24 Prozent, die Markenrelevanz um 31 Prozent.

Mehr Gleichberechtigung

"Der Case leistet einen Beitrag für die Gesellschaft über die Business-Ziele hinaus", sagt Larissa Pohl, CEO von Wunderman Thompson Germany, die im Vorstand des für den Preis verantwortlichen GWA noch für den Effie zuständig ist. Sie wechselt demnächst das Ressort und kümmert sich um Fragen von Diversity und Inklusion.

Thjnk freut sich über das Ergebnis. Agenturvorständin Karen Heumann sieht darin auch eine Bestätigung des Transformationsprozesses, dem sich Thjnk in den vergangenen drei Jahren verschrieben hat. "Wir achten noch mehr auf Wirkung", sagt Heumann. "Kreation und Strategie gehen bei uns Hand in Hand." Und natürlich sei sie sehr glücklich darüber, dass ihre Agentur mit einem Frauenthema punktet, einem gebrieften Case, keiner Goldidee.



Conrad Breyer, W&V
Autor: Conrad Breyer

kam über Umwege ins Agenturressort der W&V, das er heute leitet. Als Allrounder sollte er einst einfach nur aushelfen, blieb dann aber. Er interessiert sich für alles, was Werber:innen unter den Nägeln brennt, in Beratung, Strategie und Kreation. Besonders innovative Agenturmodelle haben es ihm angetan. Angefangen hat das alles mit einem Praktikum bei Media & Marketing, lange her. Privat engagiert er sich für LGBTI*-Rechte, insbesondere in der Ukraine. Vielleicht ist er deshalb auch Diversity-Beauftragter der SWMH geworden, der die W&V angehört.