Das Problem ist: Mit der plötzlichen Absage von Branchen-Leitmessen wie der ITB fehlen ganze Jahreseinnahmen. Für die Agenturen ist es alles andere als einfach, in solchen Fällen an ihr Geld zu kommen. Im besten Fall schaffen sie es irgendwann auf dem Klageweg.

Unterdessen gibt man sich bei den Lufthansa-Agenturen Kolle Rebbe (Kreation) und Mindshare (Media) zugeknöpft. "Wir bitten um Verständnis, dass wir uns nicht zu möglichen Budgetverschiebungen bei Kunden äußern", heißt es von Seiten der Mediaagentur. Auch bei Kolle Rebbe will man dazu nichts sagen.

Die größten Auswirkungen stehen noch bevor

Paul Remitz, CEO der Omnicom Media Group, sieht derzeit zwar erst geringe Auswirkungen: "Es ist aber unbestreitbar, dass einige Branchen bereits im Umsatz betroffen sind. Ich gehe davon aus, dass uns die größten Auswirkungen noch bevor stehen. Dies wird dann einen massiven Mehraufwand bei Agenturen und Vermarktern gleichermaßen bedeuten. Eine der zentralen Fragen wird sein: Verschieben sich ganze Kampagnen oder gibt es eventuell einen taktischen Shift von Abverkaufs- zu Brandingkommunikation? Hier spielen sicherlich unterschiedliche Abhängigkeiten auf Basis der jeweiligen Branchen und Marken eine Rolle. Sicher ist nur eins: Es wird zeitnah passieren." Seine Agentur sei darauf vorbereitet, die Kunden hierbei optimal zu unterstützen.



Markus Weber, Redakteur W&V
Autor: Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.