Gerichtsurteil :
Birkenstock verbietet Amazon Tippfehler-Werbung

Birkenstock siegt vor Gericht gegen Amazon. Der Onlinehändler darf keine Google-Suchanzeigen mehr auf falsche Schreibweisen des Markennamens schalten. 

Text: Verena Gründel

Hier gibt es sie noch: Birkenstock-Sandalen
Hier gibt es sie noch: Birkenstock-Sandalen

Der Streit zwischen Birkenstock und Amazon geht in die nächste Runde. In der Frage um Google-Suchanzeigen mit Tippfehlern hat der Schuhhersteller einen Erfolg gefeiert: Das Landgericht Düsseldorf hat entschieden, dass Amazon keine Suchanzeigen mehr auf fehlerhafte Schreibweisen des Markennamens Birkenstock schalten darf.

Für Suchbegriffe wie "Brikenstock", "Birkenstok", "Bierkenstock" darf Amazon demnach keine Adword-Anzeigen mehr kaufen, die auf Birkenstock-Angebote bei Amazon verlinken. Birkenstock hatte beklagt, dass diese häufig auf gefälschte Produkte verlinkt hätten und damit dem Markenimage schaden würden. 

Seit 1. Januar gibt's keine Birkenstocks mehr auf Amazon

Erst im Dezember hatte Birkenstock angekündigt, den Verkauf der eigenen Produkte über die europäischen Amazon-Plattformen zum 1. Januar 2018 einzustellen. Es sei "auf dem von Amazon betriebenen Marketplace zu einer Reihe von Rechtsverstößen" gekommen, die Amazon "nicht aus eigenem Antrieb verhindert hat", erklärte das Unternehmen.

Die Zusammenarbeit mit Amazon in den USA hatte Birkenstock bereits 2016 beendet


Autor:

Verena Gründel

ist seit April 2017 für das Marketingressort der W&V tätig. Davor schrieb sie für iBusiness über Digitalthemen. Nach Feierabend kocht und textet sie für ihren Foodblog – und gleicht das viele Essen mit ebenso viel Sport aus. Wenn sie länger frei hat, reist sie am liebsten mit dem Auto durch Lateinamerika, von Mexiko bis an die Südspitze Argentiniens.