Sollte Penny langfristig den Lebensmittel-Onlinehandel anvisieren, ist der Start im Sommer fast schon zu spät. Schließlich sollen vorerst nicht einmal Lebensmittel vertrieben werden - der Lerneffekt mit dem Lebensmittel-Onlineversand bleibt also aus.

Der Onlineverkauf frischer Lebensmitteln ist aus logistischer Sicht nämlich wesentlich aufwendiger und teurer. Zum Beispiel muss der Händler bei der Zustellung die Kühlkette einhalten und einwandfreie Frische garantieren. Und das bei den sehr geringen Margen im Lebensmitteleinzelhandel.

Das Marketing entscheidet über Erfolg und Misserfolg 

Will Penny sich mit dem Onlineshop aber vor allem einen weiteren Vertriebskanal für Aktionswaren aufbauen, dann wird die größte Herausforderung die enorme Konkurrenz in deutschen Onlinehandel sein. Denn in vielen Warensegmenten ist der Markt bereits zum Großteil gesättigt. Der meiste Umsatz bleibt beim Branchenprimus Amazon beziehungsweise bei den zehn größten Onlinehändlern.

Neue Onlinehändler wie Penny haben es daher schwer, sich Marktanteile zu erkämpfen. Mit einem Vorzug kann Penny aber dennoch punkten: Dank des großen Filialnetzes und der Reichweite über Handzettel und Werbung hat der Discounter die Chance, schnell viel Aufmerksamkeit auf den neuen Shop zu ziehen. Wenn er die Kampagne richtig aufsetzt. Das Marketing wird also über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. 


Autor:

Verena Gründel

ist seit 2017 bei W&V, zuerst als Redakteurin im Marketingressort, jetzt als Mitglied der Chefredaktion. Sie schreibt am liebsten über Food-, Fitness-, Kosmetik- und Digitalthemen - und über spannende Marken- und Transformationsgeschichten. Wenn daneben noch Zeit bleibt, kocht und textet sie für ihren Foodblog und treibt viel Sport. Wenn sie länger frei hat, reist sie mit dem Auto durch die Welt, am liebsten durch Lateinamerika.