"Diese Neuerung erlaubt uns, zu jeder Zeit zu wissen, wo sich Gepäck befindet. Wenn ein Teil fehlgeleitet ist, sehen wir es und können eingreifen und es an den richtigen Flughafen schicken, noch bevor der Passagier eine Vermisst-Meldung aufgibt", sagt Price. "Damit werden weniger Gepäckstücke verloren gehen. Und wenn es doch passiert, werden sie schneller wieder beim Passagier sein."

Koffer per App verfolgen

Fluggesellschaften könnten Kunden auch ermöglichen, den Verbleib ihres Koffers in einer App auf dem Smartphone zu verfolgen. So etwas bietet die US-Fluglinie Delta an, ein Pionier der RFID-Chips bei Gepäck. Langfristig seien persönliche und wiederverwendbare RFID-Etiketten denkbar, die Passagiere schon zu Hause an das Gepäck machen.

Damit die RFID-Daten weltweit gelesen und ausgetauscht werden können, müssen Flughäfen und Airlines investieren. Das Sparpotenzial sei aber dreimal so hoch wie die Ausgaben. IATA schätzt, dass über sieben Jahre 3,8 Milliarden Dollar eingespart werden können. Einerseits würden weniger Koffer verloren gehen und müssten gesucht werden. Andererseits dürften RFID-Daten Schwachstellen in der Gepäckbeförderung zeigen, die optimiert werden könne.

Die Lufthansa gibt sich bedeckt. Es werde immer an Verbesserungen gearbeitet, sagt Sprecherin Sandra Kraft. "RFID kann dabei eine unterstützende Technologie sein, ist aber nicht die einzig mögliche. Lufthansa beteiligt sich unter anderem auch an Untersuchungen von RFID als möglicher Technologie bei den Gepäckservices." (dpa)


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W&V Redaktion
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