Bei der Ausarbeitung des Tarifvertrags hatte Martin Hofmann, Personalvorstand der Car.Software Organisation, auch die Arbeitgeberattraktivität im Blick. Hier muss sich VW mit den großen Tech-Konzernen messen lassen, wenn er Digitaltalente anziehen will.  "Karrierepfade wie Fach- und Projektkarrieren, aber auch die Stärkung des Teams in agilen Arbeitswelten, sind ein ausgezeichnetes Fundament für durchgängige, motivierende Entwicklungswege, die auch den individuellen Lebensbiographien Rechnung tragen. Im Zentrum des Tarifvertrags steht die kompetenzbasierte Vergütungssystematik. Der Fokus auf Kompetenzen hilft dabei, das bestehende Software-Know-how unseres Unternehmens weiter auszubauen und immer auf dem neusten Stand zu halten. Ich bin sicher, dass der Tarifvertrag ein weiteres überzeugendes Element für Beschäftigte und Bewerber ist, mit der Car.Software Organisation den Wandel des Volkswagen Konzerns voranzutreiben."

Volkswagen erklärte, die Regelungen spiegelten die speziellen Anforderungen von flexiblen, eigenverantwortlichen Teams wider. "Ich freue mich, dass wir gemeinsam mit der IG Metall neue, zeitgemäße Wege für die tarifliche Gestaltung der agilen Arbeitswelt im Softwarebereich aufzeigen können", so Personalvorstand Gunnar Kilian.

In der markenübergreifenden Software-Tochter arbeiten mehrere Tausend konzerneigene IT-Fachkräfte zusammen. Hinzu kommen soll über die nächsten Jahre weiteres Personal aus Neueinstellungen oder Firmenübernahmen. Insgesamt sollen dort 10.000 Stellen angesiedelt sein.

Der VW-Konzernbetriebsrat hatte früh klargemacht, dass auch für den neuen Bereich tarifliche Regeln mit voller Mitbestimmung gelten sollen und der Wechsel in die Einheit freiwillig sein müsse. Chef Bernd Osterloh sagte: "Für das neue Tarifwerk war der VW-Haustarif an vielen Stellen prägend, etwa bei der Altersvorsorge oder der Möglichkeit des Sabbaticals." Solche Angebote könnten weitere Talente aus der IT-Branche anziehen.

am/mit dpa



Annette Mattgey, Redakteurin
Autor: Annette Mattgey

Seit 2000 im Verlag, ist Annette Mattgey (fast) nichts fremd aus der Marketing- und Online-Ecke. Für Markengeschichten, Kampagnen und Karriere-Themen hat sie ein besonderes Faible. Aus Bayern, obwohl sie "e bisi anners babbelt".