3. Auf Kurzbewerbung setzen

Für die mobile Bewerbung können traditionelle Prozesse nicht 1:1 übernommen werden. Es braucht daher neue, abgespeckte Lösungen, wie die Kurzbewerbung. Insbesondere Arbeitgeber, die um besonders gefragte Fachkräfte werben, müssen Hürden im Erstkontakt senken. Mit einem vorgeschalteten kurzen Fragenkatalog kann die Auswahl wesentlich leichter und effizienter gestaltet werden.

Große Unternehmen wie Telefonica, Eismann oder Henkel haben neue, zeitgemäße Strategien erfolgreich eingeführt. Bei der Daimler-Tochter Daimler TTS sind die sogenannten One-Click-Bewerbungen, beziehungsweise die 15 Sekunden Bewerbung, ausdrücklich erwünscht.

4. Mobile Bewerbungen aufwerten

Bewerber müssen allerdings das Gefühl bekommen, dass ihre mobile Bewerbung willkommen ist. Sonst werden sie das Angebot nicht nutzen. Sie brauchen ein eindeutiges Signal, dass die mobile Kurzbewerbung aus Sicht der Arbeitgeber eine "seriöse Bewerbung" darstellt.

Allein durch das Angebot einer Kurzbewerbung wird bei potenziellen Kandidaten wiederum Vertrauen geschaffen.

5. Den Bewerbungsprozess beschleunigen

In der mobilen Welt läuft alles schneller. Diese Geschwindigkeit führt logischerweise auch im Bewerbungsprozess zu einer anderen Erwartungshaltung. Same-Day-Delivery und sofortige Verfügbarkeit sind im privaten Alltag Normalität. Darauf müssen Arbeitgeber reagieren, wenn sie keine passenden Kandidaten durch lange Wartezeiten verlieren möchten.

Schon heute erwarten zwei Drittel der Bewerber innerhalb von einer Woche eine Rückmeldung, ob es für sie einen Schritt weitergeht.

Für die Studie wurden 1520 Fachkräfte mit Berufsausbildung nach ihren Vorstellungen hinsichtlich mobiler Bewerbungsprozesse befragt.


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W&V Redaktion
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