So hat sich die Branchen-Attraktivität verändert:

Digitals

Branchenattraktivität

2019

Plus/Minus zum Vorjahr

Consulting

22,3%

+ 3,6%

Automobilhersteller

17,0%

- 2,0%

Konsumgüter

11,1%

+ 1,8%

IT-Dienstleistungen

11,0%

+ 4,4%

Handel

8,8%

- 0,5%

Banken

7,2%

 0,0%

FMCG

6,6%

- 0,4%

Steuerberatung/Wirtschaftsprüfung

6,2%

- 1,6%

Transport/Logistik/Tourismus

5,0%

- 2,7%

Medien/Werbung

3,9%

+ 1,1%

Öffentlicher Sektor

3,5%

-2,7%

Chemie/Pharma/Gesundheit

2,1%

-0,6%

Aviation

1,9%

-0,8%

Diese Arbeitgeber sind für Wirtschaftswissenschaftler am attraktivsten

Welche der Arbeitgeber hältst Du als potenzielle Arbeitgeber für besonders attraktiv, d. h. bei welchen dieser Arbeitgeber würdest Du Dich am ehesten bewerben?

+ besser als 2018;

- schlechter als 2018

0 keine Veränderung

Rang 2019

Top-Arbeitgeber

% 2019

Rang 2018

Δ Rang

1

Daimler/ Mercedes-Benz

11,8%

2

+

2

BMW Group

10,8%

1

-

3

AUDI AG

9,1%

3

0

4

adidas

8,5%

4

0

5

Porsche

7,8%

4

-

6

Lufthansa Group

7,7%

7

+

7

Google

7,2%

6

-

8

Bosch Gruppe

6,7%

8

0

9

PwC

5,6%

9

0

10

Apple

5,4%

10

0

11

EY

5,1%

10

-

12

Amazon

5,0%

13

+

13

McKinsey

4,6%

12

-

14

Auswärtiges Amt

4,4%

17

+

15

BCG

4,1%

14

-

15

Deloitte

4,1%

17

+

15

KPMG

4,1%

15

0

18

L'Oréal

3,9%

23

+

18

Volkswagen AG

3,9%

16

-

20

Siemens

3,7%

20

0

Die Bedeutung des Geldes

  • Trendence hat in diesem Jahr das Thema Geld etwas näher beleuchtet. Die Erwartungen an das Gehalt sind bei den Studierenden traditionell hoch, auch wenn die konkreten Gehaltswünsche in diesem Jahr sogar wieder leicht zurückgehen. Die Marketeers haben traditionell geringere Gehaltserwartungen als ihre Kommilitonen (43.400 Euro vs. 45.500 Euro), die Digitals hingegen höhere Gehaltserwartungen (47.700 Euro). Das entscheidende ist auch gar nicht die Höhe des Gehalts, sondern die Studierenden müssen es als fair empfinden. Das ist das wichtigste Kriterium bei der Wahl eines Arbeitgebers: faires Gehalt. Für etwas mehr zwei Drittel der Studierenden ist das sehr wichtig.
  • Hohes Einkommen ist auch nicht der erste Gradmesser für beruflichen Erfolg. Dort steht Spaß an der Arbeit an erster Stelle – für die Marketeers ganz besonders (für knapp 23 Prozent). Für 12 Prozent der Marketeers (13 Prozent der Digitals) ist jedoch ein hohes Gehalt Indikator für beruflichen Erfolg, damit liegen sie leicht unterhalb des Schnitts der Wirtschaftswissenschaftler.
  • Zu niedriges Gehalt ist wiederum ein No-Go für die Studierenden. 46 Prozent der Marketeers und 47 Prozent der Digitals würde ein attraktives Arbeitsangebot ablehnen, wenn das Gehalt zu niedrig ist. Nur Mobbing ist ein größeres No-Go. Aber auch unbezahlte Überstunden sind für ein Fünftel ein No-Go. Die Digitals sind da wiederum nicht so streng. Von ihnen würden 16 Prozent ein ansonsten attraktives Jobangebot ablehnen, wenn Überstunden nicht bezahlt werden.
  • Wenn sich die Studierenden von heute zwischen Geld und Freizeit entscheiden müssen, zeigen die Wirtschaftswissenschaftler, dass Geld eine größere Rolle für sie spielt als für andere. 55 Prozent der Wirtschaftswissenschaftler würden sich für Geld statt Freizeit entscheiden. Bei den Marketeers ist das Verhältnis genau ausgeglichen. Für die Digitals spielt Geld hingegen eine etwas größere Rolle: 58 Prozent wählen lieber Geld statt Freizeit.

Was noch zählt

"Das Gehalt muss fair sein, sie wollen sich persönlich entwickeln können und das am liebsten bei spannenden Aufgaben. Auch die Karriereperspektiven sollen gut sein, zumindest für die Wirtschaftswissenschaftler. Führungsstil und Wertschätzung im Unternehmen müssen ebenso stimmen wie die Atmosphäre unter den Kollegen", beschreibt Trendence-Geschäftsführer Robindro Ullah die Erwartungen der Bewerber. Für über 94 Prozent der Studierenden sind diese Kriterien bei der Wahl ihres Arbeitgebers wichtig. Aber nicht jedes Unternehmen kann all das bieten.

Trendence hat untersucht, welche Gründe Absolventen hindern, ein ansonsten attraktives Jobangebot anzunehmen. Mit deutlichem Abstand ist Mobbing der Hinderungsgrund Nummer eins. Drei von fünf Bewerbern wollen nicht bei einem Unternehmen arbeiten, in dem sich die Kollegen untereinander mobben. Knapp die Hälfte der Studierenden lehnt Jobangebote wegen eines zu niedrigen Gehalts ab und ein Drittel sagt Nein, wenn sie keine Entwicklungsmöglichkeiten für sich sehen.

No-Gos

Gesamt

Digitals

Zielgruppe

Mobbing

61,0%

57,3%

62,8%

Zu niedriges Gehalt

47,0%

47,2%

46,0%

Keine Entwicklungsmöglichkeiten

32,9%

36,3%

29,4%

Fehlende Wertschätzung

27,8%

26,7%

28,4%

Schlechter Führungsstil

22,1%

22,7%

22,8%

Unbezahlte Überstunden

20,3%

16,3%

20,8%

Ständige Erreichbarkeit

13,7%

11,3%

14,1%

Schlechtes Image des Arbeitgebers

12,6%

12,9%

13,8%

Keine Feedback- und Fehlerkultur

12,2%

15,7%

11,8%

Keine flexible Zeiteinteilung

11,4%

11,7%

10,7%

Starre Hierarchien

9,1%

11,0%

10,6%

Kommunikationsprobleme

9,5%

9,2%

10,4%

Abweichende Wertvorstellungen des Arbeitgebers

10,1%

11,2%

10,1%

Intransparente Entscheidungsprozesse

5,8%

7,2%

5,1%

So sehen sich die Job-Kandidaten selbst

  • Trendence hat in diesem Jahr auch untersucht, welche Eigenschaften und Einstellungen die Bewerber von heute auszeichnen. Sie sollten sich z.B. zwischen liberal und konservativ entscheiden, zwischen Wir und Ich. Dabei ist Folgendes herausgekommen:
  • Wirtschaftswissenschaftler sind im Vergleich zu Ingenieuren, Informatikern oder Naturwissenschaftlern diejenigen, denen Geld und Karriere wichtig ist, die sehr viel planen und ein Ziel vor Augen haben.
  • Im Vergleich zu anderen Wirtschaftswissenschaftlern legen die Marketeers nicht nur weniger Wert auf Geld, sondern sind insgesamt auch liberaler eingestellt.
  • Auch die Digitals sind liberaler eingestellt als andere Wirtschaftswissenschaftler, schätzen die Freiheit viel mehr als ihre Kommilitonen, mögen den Wandel und sie zieht es stärker in die weite Welt statt in die Heimat. Und sie sind eher am Big Picture interessiert als an Details. Das macht sie für Unternehmen auch so wertvoll.

Autor:

Annette Mattgey, Redakteurin
Annette Mattgey

Seit 2000 im Verlag, ist Annette Mattgey (fast) nichts fremd aus der Marketing- und Online-Ecke. Für Markengeschichten, Kampagnen und Karriere-Themen hat sie ein besonderes Faible. Aus Bayern, obwohl sie "e bisi anners babbelt".