Recruiting :
Mit dieser Aktion vergrätzt Metro die Startup-Szene

Wenn Konzerne Startups bashen, finden die das gar nicht lustig. So ging eine Recruiting-Kampagne von Metro nach hinten los.

Text: Annette Mattgey

In Berlin ist der Wettbewerb um digitale Talente besonders stark. Erst kürzlich verkündete Lidl, dass der Discounter in und um Berlin 1000 Stellen besetzen will, ein Großteil ist dabei für digitale Aufgaben reserviert. Der Handelskonzern Metro  hat seine IT-Aufgaben ausgelagert in ein Unternehmen namens Metronom. Um dafür Nachwuchs zu finden, startete Metro eine Kampagne unter dem Motto #taketheexit. Lange blieb unklar, wer der Absender der Clips und Plakate ist, in denen es um die Gepflogenheiten und das Arbeiten in Startups geht.

Das sind einige der Werbevideos:

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Inzwischen offenbarte sich Metro jedoch und erläuterte die Absicht hinter der Kampagne:

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Auf der Website führt Metronom die Kampagne noch weiter und bietet Shirts und Babystrampler mit passenden Aufdrucken an oder auch einen Generator, der aus Name und Firma ein passendes Kündigungsschreiben formuliert - in den Stilrichtungen "classic", "explicit", "poetic" und "dramatic".

Allerdings muss sich Metro einiges an Kritik gefallen lassen. Max Niederhofer, der bei einem Venture Capitalist arbeitet, setzt Metro entgegen, dass viele Startup-Mitarbeiter sehr gerne dort arbeiten. Dort hätten sie mehr Verantwortung, weniger Hierachieebenen und mehr Freiheit. Gründerszene verweist zurecht darauf, dass Metro (wie auch viele andere Konzerne) sich mit einem Startup-Accelerator schmücken und stolz darauf sind, Startup-Mentalität bei sich zu implementieren. 

Auf der Facebook-Seite von Metronom versuchen die Social-Media-Manager die Kritik zu kontern:  

So kommentieren die User die Kampagne bei Twitter:

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Lob gibt es auch vereinzelt:

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Derweil führt Metro die Kampagne weiter, heute mit diesem Video:

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Autor:

Annette Mattgey, Redakteurin
Annette Mattgey

Seit 2000 im Verlag, ist Annette Mattgey (fast) nichts fremd aus der Marketing- und Online-Ecke. Für Markengeschichten, Kampagnen und Karriere-Themen hat sie ein besonderes Faible. Aus Bayern, obwohl sie "e bisi anners babbelt".