Werbewirkung :
Das bringt OOH und das kostet es

Ein neues Werbewirkungstool ermittelt den notwendigen Werbedruck und das erforderliche Budget für Außenwerbe-Kampagnen.

Text: Katrin Otto

Außenwerbung am Potsdamer Platz: Was die Aufmerksamkeit einer OOH-Kampagne kostet zeigt das neue Tool Key2OOH auf einen Klick
Außenwerbung am Potsdamer Platz: Was die Aufmerksamkeit einer OOH-Kampagne kostet zeigt das neue Tool Key2OOH auf einen Klick

Auf einen Klick den notwendigen Werbedruck für Außenwerbe-Kampagnen ermitteln. Das soll jetzt möglich sein. Der Fachverband für Außenwerbung, FAW, hat ein Online-Tool entwickelt mit dem die Medialeistung von OOH vorausgesagt wird.

Basis des neuen Dashboards "Key2 OOH" ist eine Werbewirkungsstudie, für die seit 2015 über 200 Kampagnen analysiert und 50 000 Online- Interviews zu Mediennutzung und Markenbekanntheit geführt wurden.

Unter www.key2ooh.de können Agenturen ab sofort ihre Außenwerbeplanung überprüfen. "Noch bevor ein Planer in die Feinplanung geht, mittels Ma Plakat und den gängigen Planungstools, kann er sich empirisch fundiert im Key2OOH-Tool einen ersten Überblick über die mögliche Medialeistung verschaffen und zusätzliche mögliche KPI-Steigerungen berechnen", sagt Guido Hirschhäuser, Projektverantwortlicher der Studie beim FAW.

Mit der MA Plakat liege zwar ein leistungsfähiges Instrument für die Detailplanung von Außenwerbung vor, "doch bei der vorgelagerten grundsätzlichen Entscheidung über die Mediastrategie gab es bislang eine Lücke", ergänzt FAW-Geschäftsführer Jochen Gutzeit.

Werbedruck und nötiges Budget auf Knopfdruck

Mit dem neuen Dashboard lassen sich notwendiger Werbedruck, Budget und Leistungsanteil von OOH auf Basis der Wirkung ermitteln. Nach Eingabe von KPIs (Key Performance Indicators) der Kampagne wie beispielsweise Markenstärke, der Mediaetathöhe und des Kampagnenziels, der Zielgruppen-Merkmale und des geplanten Belegungsgebiets erhält der Nutzer eine Auswertung, die Indexsteigerungen, GRP-Wert und das nötige Budget ausweist.

Basis für die Analyse sind die Daten der MA-Plakat verknüpft mit den Daten der FAW-Werbewirkungsstudie Key2OOH.

Außenwerbung optimiert mit neuen Planungstools

Erst im März hatte die AGMA, Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse, eine erste eigene Planungssoftware auf den Markt gebracht. Das so genannte Max CrossMedia Tool (max.agma-mmc.de/)  liefert einen Überblick über die Mediennutzung von Zielgruppen, darunter auch Außenwerbung.

Dazu kommt die MA Plakat 2018 (ET: 27. September 2018) mit der Erhebung zusätzlicher digitaler Werbeträger (plus 200 Prozent) und der Integration neuer Bahnhofsfrequenzen der Deutschen Bahn.

Von der Planungsoptimierung erhofft sich der Verband einen weiteren Schub für die Werbeumsätze. 2017 waren die Nettoumsätze um über elf  Prozent auf 1,15 Milliarden Euro gewachsen. Fast 118 Millionen Euro an Nettowerbeeinnahmen kamen gegenüber 2016 hinzu.


Autor:

Katrin Otto
Katrin Otto

ist Redakteurin im Medienressort. Sie schreibt über Radio, Außenwerbung, Kino und Film und freut sich über Empfehlungen für die Bücherseite. Wenn sie nicht in der Redaktion ist, ist sie auf Konzerten, im Kino oder im Wasser.