Eine gemeinsame digitale Infrastruktur, die von Anbietern aus Kultur, Wissenschaft, Bildung und den Medien für die Verbreitung ihrer Inhalte genutzt werden kann. Sie soll den Austausch mit den Nutzern ermöglichen, Elemente von YouTube, Facebook und Google bieten und dabei unterschiedlichste Geschäftsmodelle zulassen.

Die Reaktionen darauf sind aber auch hier noch unterschiedlich: In Frankreich und vonseiten der EU in Brüssel werde der Vorschlag positiv aufgenommen, in Deutschland herrsche auch hier noch eher Skepsis vor.

17,50 Euro sind zu wenig

Ein Thema, das Wilhelm schon in den nächsten Wochen intensiver beschäftigen wird, ist das Thema Rundfunkgebühr. Wie sein Kollege, ZDF-Intendant Thomas Bellut, ist er der Ansicht, dass die derzeitige Höhe von 17,50 Euro pro Haushalt im Monat schon heute "nicht mehr dem realen Aufwand" entpricht.

Aber auch das aktuell diskutierte Indexmodell, bei dem sich die künftige Gebührenentwicklung an der Inflationsrate orientieren würde, sei kein Allheilmittel, findet Wilhelm.

Die rundfunkspezifische Teuerung, die beispielsweise die Entwicklung der Kosten für Musik-, Film- oder Sportrechte berücksichtigt, habe zwischen 2009 und 2017 bei rund 17 Prozent gelegen. Zum Vergleich: Die Verbraucherpreise stiegen in diesem Zeitraum um 10,6 Prozent. "Der Unterschied ist beachtlich. Ein solcher Index wäre für uns also eine stetige Schrumpfung."

Ohne Gottschalk geht es nicht

In welche Programmangebote Wilhelm das Gebührengeld investieren will, steht jedenfalls zum Teil schon fest. Er baut im neuen Jahr weiterhin auf Sport, qualitativ hochwertige Serienware oder Themenabende – und auf vertraute Namen.

So bekommt Thomas Gottschalk 2019 im Bayerischen Rundfunk (BR) erstmals eine eigene Literatursendung, in der viermal im Jahr mit Gästen über deren Neuerscheinungen sowie andere Kulturthemen sprechen. Das Ziel der Sendung "Gottschalk liest?" sei es, einen "neuen Zugang zum Thema Literatur" zu schaffen - und darum, Bücher einem breiteren Publikumskreis zu erschließen.


Autor:

Manuela Pauker
Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde