Für das zweite Quartal ist er optimistisch, die vor allem durch den Lockdown verursaxchten Einbruch bei den Werbeeinnahmen wieder drehen zu können: Man sehe hier bereits ein starkes Wachstum - das bestätige die Prognose für das Gesamtjahr 2021.

Viele Unternehmen sind von der Pandemie stärker betroffen. Rabe glaubt an die  Konsolidierung in der europäischen Rundfunkindustrie – und sieht darin auch Chancen für das eigene Haus: "Wir prüfen derzeit solche Optionen für unsere Rundfunkgeschäfte in Frankreich, Belgien und den Niederlanden, um einen Mehrwert für unsere Aktionäre zu schaffen." Es bestehe durchaus die Möglichkeit für "irgendeine Art von Vereinbarung oder Transaktion."

Begehrter Content

Auch das Content-Geschäft legte zu. Die Umsätze von Fremantle stiegen um 14,6 Prozent auf 433 Millionen Euro. Die Verkaufshits waren hier vor allem die American Gods (Staffel 3) und The Mosquito Coast. Auch Fremantle litt unter dem Wechselkurseffekte – dennoch wuchs der Umsatz der Produktions-Unit um 21,5 Prozent.

Die Werbeeinnahmen der RTL Group beliefen sich auf 745 Millionen Euro. Davon stammen  587 Millionen aus dem Bereich TV, 78 Millionen steuerte der Digitalbereich bei. Radiowerbung trug 48 Millionen zum Resultat bei.

Für das Gesamatjahr prognostiziert der Konzern eine Umsatzsteigerung um drei Prozent auf 6,2 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibung (Ebita) soll um gut 14 Prozent zulegen und bei rund 975 Millionen Euro liegen.



Manuela Pauker
Autor: Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde