Rund um die Talentshow X Factor (UFA), die Sky ab 27. August auf Sky 1 zurück ins deutsche Fernsehen bringt, produziert UFA X beispielsweise eine ganze Reihe eigenständiger Social Media-Formate. Bereits die Casting-Phase wurde mit kleinen Filmen auf Facebook, Instagram und Youtube begleitet. Doch es ist noch mehr geplant.

Instagram-Inhalte aktivieren

Ja, ich möchte Inhalte von Instagram angezeigt bekommen. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Von August an wird es weitere kleinere Formate geben, um die Netz-Community auf die TV-Show einzustimmen. Vorbild könnte beispielsweise die britische Web-Talkshow Xtra-Bite - Das Urteil auf Social Media sein. In mehreren Episoden à 3-6 Minuten nehmen Influencer dort unterhaltsam Kadidaten und Jury auseinander. Marken könnten sich in den Formaten beispielsweise per Product Placement präsentieren. Es gibt die Option für Werbekunden, die X-Faktor-bezogenen Extra-Formate auch auf ihren eigenen Plattformen einzubinden.

Markenfinanzierter Crossmedia-Pilot in der Pipeline

Die lineare TV-Welt befindet sich im Umbruch. "Sender und Marken brauchen schnittstellenübergreifende Gesamtpakete aus TV, Digital, Marketing und Vermarktung", sagt Schiwek.

Durch die Digitalisierung verschwimmen die Grenzen zwischen Marken, Medien und Agenturen. TV-Produzenten migrieren ins Agentur-Business. Marken investieren Millionenbeträge, um selbst zu Medienmarken zu werden. Mediaagenturen wie Group M oder Dentsu Aegis mit The Story Lab treten als Produzenten von TV-Serien auf. Im Beziehungsgeflecht zwischen Agentur, Produzent, Medium und Werbekunde legen es die Inhaltelieferanten darauf an, möglichst viele Stufen der Wertschöpfungskette zu vereinnahmen. Auch UFA X. 

Schiweks Pläne, ein bereits vermarktetes, crossmediales Format bei einem TV-Sender zu platzieren, sind zwar noch nicht in die Realität umgesetzt. Immerhin: Ein Pilot-Konzept für ein markenfinanziertes Infotainment-Format (Thema:Technologie) liegt inzwischen vor. Die Gespräche mit Sendern laufen.

Blaupause für ein mögliches, transmediales Fernseh-Format könnte beispielsweise auch eine Produktion wie die Multimedia-Doku über Berlins Straßenfußballer sein, die hooked by UFA für Adidas produziert hat, findet Schiwek. Die Serie hat alleine auf Instagram und Facebook 3,7 Millionen Menschen erreicht und hat es in der Kategorie "Branded Series" auf die Shortlist des Berliner Webfests gebracht.


Autor:

Judith Pfannenmüller
Judith Pfannenmüller

ist Korrespondentin für W&V in Berlin. Sie schaut gern hinter die Kulissen und stellt Zusammenhänge her. Sie liebt den ständigen Wandel, den rauhen Sound und die thematische Vielfalt in der Hauptstadt.