Eine besondere Anziehungskraft üben Serien aus: Mehr als die Hälfte hat eine Leidenschaft für Binge-Watching entwickelt, schätzt also die Möglichkeit, mehrere Folgen einer Serie am Stück sehen zu können. Für knapp die Hälfte ist das Angebot an Spielfilmen über Video-on-Demand ein wichtiges Nutzungsmotiv.

Auch die Gerätenutzung unterliegt bei Videoinhalten einem Wandel: Einerseits kommen verstärkt mobile Geräte wie Smartphone und Tablet zum Einsatz, anderseits werden internetfähige Fernseher (Smart TV) beliebter.

PC und Notebook werden zwar mit 45 Prozent noch immer am häufigsten für Video-On-Demand genutzt, zeigen aber als einzige Geräte mit zehn Prozentpunkten weniger als im Vorjahr eine rückläufige Nutzungsintensität.

Trendsetter sind die Jungen

Anhand der 14- bis 29-Jährigen lässt sich zeigen, wie die Zukunft aussieht. Diese Gruppe verbringt nicht nur ein Viertel, sondern gleich mehr als ein Drittel ihrer Onlinezeit mit Videoinhalten. Jüngere nutzen vermehrt Videoclips und andere kostenlose Videoinhalte, aber auch bei Video-On-Demand liegen sie mit 32 Prozent mindestens monatlicher Nutzung deutlich höher als die Gesamtbevölkerung mit 18 Prozent.

Auch im Bereich Online-Kommunikation zeichnet sich ein Umbruch ab. Instant Messaging hat die sozialen Netzwerke überholt: Drei Viertel der Onliner verwenden nun mindestens einmal pro Monat Whatsapp und ähnliche Dienste. Dies entspricht einem Anstieg von zehn Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr. Dagegen bleibt die Nutzung von Facebook und Co. mit 52 Prozent seit zwei Jahren stabil.

Instant-Messaging-Dienste werden zudem intensiver frequentiert: Über 90 Prozent der Whatsapp-Nutzer verwenden den Dienst täglich. Bei Facebook besuchen hingegen nur 57 Prozent der Mitglieder die Plattform täglich, nur noch 18 Prozent beteiligen sich dabei aktiv durch das Posten eigener Beiträge.

"Wie bei der Bewegtbildnutzung messen wir prinzipiell bei fast allen von uns erhobenen Internetaktivitäten eine deutlich höhere Aktivität in den jüngeren Bevölkerungsgruppen. Die Kommunikation über Whatsapp macht hier eine Ausnahme: Es ist ein Medium für jedermann und verknüpft auch die Generationen untereinander", sagt Petra Dittrich, Senior Director Media Research bei Kantar TNS. "Prinzipiell können wir in diesem Jahr über alle Altersgruppen hinweg feststellen, dass sich die Kommunikation weg von Social Media hin zu mehr privater, zielgerichteter Kommunikation bewegt." Mehr zur Studie finden Sie hier.


Autor:

Annette Mattgey, Redakteurin
Annette Mattgey

Seit 2000 im Verlag, ist Annette Mattgey (fast) nichts fremd aus der Marketing- und Online-Ecke. Für Markengeschichten, Kampagnen und Karriere-Themen hat sie ein besonderes Faible. Aus Bayern, obwohl sie "e bisi anners babbelt".