Das letzte Mal, dass Netflix seine Gebühren erhöht hat, war im ersten Quartal 2019, als sich die Standard-Variante mit zwei HD-Streams in den USA um 18 Prozent von 10,99 auf 12,99 Dollar pro Monat verteuerte. Zwar stieg in den Folgemonaten die Zahl der Abo-Kündigungen etwas an und die Wachstumsrate in den USA flachte insgesamt ab, zugleich legten aber die Umsatzerlöse deutlich zu.

Nummer eins bei den 18- bis 24-Jährigen

Eine weitere gute Nachricht für den Streaming-Marktführer: Laut der Cowen-Umfrage hat der Dienst bei den jüngeren Nutzern im Alter von 18 bis 24 Jahren längst die Spitzenstellung erobert. Auf die Frage, welchen Anbieter sie am häufigsten nutzen, wenn sie Bewegtbild-Content anschauen, kommt Netflix in dieser Altersgruppe auf knapp 40 Prozent – und liegt damit 23 Prozentpunkte vor Youtube. Deutlich abgeschlagen folgen die klassischen Kabel-TV-Sender und die großen TV-Networks sowie Hulu und Amazon Prime Video.

Die Unternehmenszahlen für das zweite Quartal dieses Jahres will Netflix nächste Woche am 16. Juli nach Börsenschluss veröffentlichen. Laut der eigenen Prognose vom April soll die Zahl der Neu-Abonnenten weltweit um 7,5 Millionen zulegen. Marktbeobachter wie beispielsweise das britische Tech-Vergleichsportal Comparitech erwarten allerdings ein weit stärkeres Wachstum.



Franz Scheele
Autor: Franz Scheele

Schreibt als freier Autor für W&V Online. Unverbesserlich anglo- und amerikanophil interessieren ihn besonders die aktuellen und langfristigen Entwicklungen in den Medien- und Digitalmärkten Großbritanniens und der Vereinigten Staaten.