Der US-Markt und der Rest der Welt brachten im vergangenen Quartal jeweils rund zwei Milliarden Dollar Umsatz ein - im Heimatland ist Netflix aber noch doppelt so profitabel wie im Ausland. Der Dienst ist sei Anfang 2017 fast auf der ganzen Welt mit Ausnahme Chinas verfügbar. Deswegen produziert Netflix verstärkt in verschiedenen Sprachen und Ländern - unter anderem auch in Deutschland. Netflix investiert massiv in exklusiv nur bei dem Dienst verfügbare Serien und Filme, um neue Nutzer zu gewinnen und bestehende Kunden zu halten. Allein in diesem Jahr sollen acht Milliarden Dollar in Inhalte fließen. Bisher ist es zumeist geliehenes Geld - je mehr Nutzer für Netflix zahlen, desto mehr Produktionen kann der Dienst also aus eigener Tasche finanzieren.

Als erfolgreiches Genre hob Netflix romantische Komödien aus eigener Produktion hervor. Zugleich hieß es, bei dem breiten Angebot könne man die Entwicklung der Nutzerzahlen nicht an einzelnen Inhalten festmachen - selbst die populärsten Sendungen hätten nur einen niedrigen einstelligen Prozent-Anteil an der gesamten Streaming-Zeit.

Während der Vorreiter einen deutlichen Vorsprung aufbaute, nimmt die Konkurrenz zu. Zum einen gibt es Amazon und lokale Rivalen wie Maxdome in Deutschland. Als künftiger starker Gegenspieler wird aber auch der Disney-Konzern gesehen, der mit einem eigenen Streaming-Service an den Start gehen will. Aber auch Apple arbeitet an eigenen Serien.

Die geplanten EU-Quoten, die von Streaming-Diensten einen Anteil von 30 Prozent europäischer Produktionen erfordern sollen, kritisierte Netflix. Der Dienst investiere in Produktionen in Europa und gehe davon aus, die Marke durch eine Anpassung des Inhalteangebots treffen zu können. Quoten könnten aber die Kreativität und das Erlebnis für die Nutzer beeinträchtigen - ein besserer Weg sei, lokale Produzenten zu unterstützen, unabhängig vom Vertriebsweg der Inhalte.

dpa


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W&V Redaktion
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