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Neuer Online-Heilsbringer Amazon

Besonders hohe Wachstumsraten erwarten die Mediaagenturen von Amazon. Im laufenden Jahr schätzt die OMG das Werbevolumen bei Amazon auf rund 700 Millionen Euro, Tendenz steigend. Für Youtube halten die Befragten ein Plus von elf Prozent möglich, für Facebook Video sogar – auf niedrigerem Niveau – von 76 Prozent. Für stärkere Marktimpulse sorgen demnach vor allem Google und Facebook, wobei Google als rund vier Mal so stark wie Facebook eingeschätzt wird (4 Mrd. Euro Werbeerlöse 2019 zu 1 Mrd. Euro; Medianwert aller Befragten).

Der Ausblick auf die Branchen 2019

Nach einzelnen Branchen betrachtet wird allen voran E-Commerce die Werbespendings im kommenden Jahr voraussichtlich erhöhen, dahinter rangieren Online-Dienstleistungen und Lebensmitteleinzelhandel. Auch von PKW und Arzneimitteln wird erwartet, dass der Brutto-Werbedruck steigt. Wie bereits in den vergangenen zwei Jahren dominieren dabei Abverkaufsziele die Kommunikationsstrategien der Werbungtreibenden klar gegenüber Imagezielen.

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Diese Skills sind 2019 gefragt

Was die eigenen Zukunftsaussichten angeht, sind die Mediaagenturen weniger positiv gestimmt als im Vorjahr. Nur 38 Prozent rechnen mit einem Plus (im Vorjahr: 75 Prozent), 60 Prozent würden sich schon über stabile Geschäfte freuen. Um ihre Ziele zu erreichen, plant die Branche Neueinstellungen, im Schnitt pro Agentur 103 neue Mitarbeiter, davon rund die Hälfte Berufseinsteiger. Gute Chancen bestehen vor allem in den Bereichen Planung und Beratung, Research, Content und Kreation sowie Technologie und Business Intelligence. Bei den Weiterbildungsmaßnahmen stehen Data & Technology, Programmatic und Beratung ganz oben auf der Agenda.

So geht es mit Programmatic weiter

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Während das Einkaufsthema im Tagesgeschäft der Agenturen über die Jahre an Relevanz verloren hat, steigt der Programmatic-Anteil kontinuierlich an. "Der Paradigmenwechsel, der sich im Zuge der Digitalisierung bei der Mediennutzung vollzieht, lässt sich inzwischen auch an den Werbemarktergebnissen ablesen", so OMG-Geschäftsführer Schulz. "Die Menschen springen mit großer Selbstverständlichkeit zwischen den einzelnen Devices, Plattformen oder Kanälen – was für sie zählt, ist der Content. Und auf dieses holistische Nutzungsmodell muss sich der gesamte Markt einstellen – die Werbungtreibenden, die Agenturen und allen voran die Medienanbieter, wenn sie in dieser Battle for Awareness bestehen wollen."

Die Konzeption und Durchführung der "OMG Preview 2018" lag bei Immediate Marktforschung, Bremen. Im OMG sind derzeit 22 Mitglieder organisiert, die Markt der Mediaagenturen fast zu 100 Prozent abdecken (Basis: RECMA)


Autor:

Annette Mattgey, Redakteurin
Annette Mattgey

Seit 2000 im Verlag, ist Annette Mattgey (fast) nichts fremd aus der Marketing- und Online-Ecke. Für Markengeschichten, Kampagnen und Karriere-Themen hat sie ein besonderes Faible. Aus Bayern, obwohl sie "e bisi anners babbelt".