Den Produzenten stehen dabei laut Academy of Motion Picture Arts and Sciences mehrere Optionen zur Verfügung: Beispielsweise könnte eine Darstellerin oder ein Darsteller in einer wichtigen Rolle einer Minderheit angehören, etwas asiatischer oder hispanischer Abstammung sein. Als ein weiteres Kriterium führt die Filmakademie inhaltliche Aspekte an: Filmbeiträge sollten demnach ein Thema behandeln, das sich um Frauen, Minderheiten, Menschen mit Behinderungen oder LGBT-Inhalte dreht - also Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans-Menschen. Als weitere mögliche Standards stellt der Filmverband Diversitäts-Quoten für die gesamte Rollenbesetzung oder für das Produktionsteam zur Auswahl.

Allerdings: Auch diese Bestrebungen ändern nichts daran, dass die Zusammensetzung der Academy selbst nach wie nicht transparent gemacht wird, mutmaßlich aber weit davon entfernt ist, divers zu sein. Und damit auch ihre Entscheidungen. Bleibt abzuwarten, ob diese Regeln also tatsächlich ein Umdenken anregen, oder schlicht Teil der großen Show sind und die Gemüter besänftigen sollen.

Belinda Duvinage mit dpa



Autor: Belinda Duvinage

legt ein besonderes Augenmerk auf alle Marketing-Themen. Bevor die gebürtige Münchnerin zur W&V kam, legte sie unter anderem Stationen bei burdaforward und dem Münchner Merkur ein, leitete ein regionales Magazin in Göttingen und volontierte bei der HNA in Kassel. Den Feierabend verbringt sie am liebsten mit ihren drei Jungs in der Natur, auf der Yogamatte, beim perfekten Dinner mit Freunden oder, viel zu selten, einem guten Buch.