Riesige Film- und Serien-Bibliothek

Deshalb muss sich der neue Streamingdienst zu Beginn vor allem auf die vorhandene Film- und Serien-Bibliothek von NBCU stützen. Aber auch hier kann Peacock durchaus punkten. Denn unter den Klassikern des Konzerns befinden sich populäre Serien wie "Cheers", "Downton Abbey", "Frasier", "House", "King of Queens" oder "Monk" und in der Film-Bibliothek finden sich Titel wie "A Beautiful Mind", "Casino", "Erin Brockovich", "E.T." oder "Shrek".

Außerdem: Zur Mutter NBCU gehören nicht nur das TV-Network NBC, sondern auch die Hollywood-Studios Universal Pictures und Dreamworks Animation sowie die Produktionsfirma Focus Features, die künftig exklusiven Content für Peacock produzieren werden.

Neben dem werbefreien wird es allerdings auch ein kostenpflichtiges Angebot geben. Insgesamt bietet der Streamingdienst damit drei Stufen: Die kostenlose, werbefinanzierte Version Peacock Free umfasst rund 7500 Programmstunden, darunter zahlreiche der klassischen TV-Serien und populären Filme sowie – mit eintägiger Verzögerung – auch Folgen einiger aktuell in den TV-Sendern des Konzerns laufender Serien.

Die in Teilen werbefinanzierte Version Peacock Premium ist für Kunden der Kabelnetz- und Telko-Dienste von Comcast und Cox ebenfalls ohne Aufpreis zugänglich. Wer nicht Kunde dieser Dienste ist, kann das Angebot für 4,99 Dollar im Monat abonnieren. Diese Stufe bietet Content von insgesamt 15.000 Stunden, darunter neue, eigenproduzierte Serien, "Late Night"-Shows sowie zusätzliche Sportübertragungen, beispielsweise Live-Spiele der englischen Premier League. Bei Peacock Premium gibt es schließlich noch eine werbefreie Version mit einer monatlichen Abogebühr in Höhe von 9,99 Dollar.

Wann der Streamingdienst in Europa gelauncht wird, ist derzeit noch unklar. Auszugehen ist jedoch davon, dass der Start in Deutschland, Großbritannien und Italien über Sky erfolgen dürfte, nachdem Comcast 2018 die Pay-TV-Plattform für rund 34 Milliarden Euro übernommen hat.



Franz Scheele
Autor: Franz Scheele

Schreibt als freier Autor für W&V Online. Unverbesserlich anglo- und amerikanophil interessieren ihn besonders die aktuellen und langfristigen Entwicklungen in den Medien- und Digitalmärkten Großbritanniens und der Vereinigten Staaten.