Zeitungsvermarktung :
Score Media verliert die Verkäufer Christian Zimmer und Sven Holsten

Der Zeitungsvermarkter Score Media bestätigt mit viel Verzögerung den Abgang von Sales-Chef Christian Zimmer und Verkaufsleiter Sven Holsten. 

Text: Leif Pellikan

Sven Holsten (l.) und Christian Zimmer waren die zentralen Köpfe im Verkauf.
Sven Holsten (l.) und Christian Zimmer waren die zentralen Köpfe im Verkauf.

Score Media verliert zwei zentrale Top-Verkäufer: Mit Christian Zimmer hat der Chief Revenue Officer den Zeitungsvermarkter verloren. Mit ihm ging auch Sven Holsten von Bord, der als Leiter des Vertical Teams die Integration, der unter anderem die NBRZ verantwortet hatte. Das Unternehmen wird nun durch CEO Heiko Genzlinger und COO Judith Sterl geführt.

Über die Gründe der überraschenden Abgänge schweigt sich dass Unternehmen aus. An den Unternehmenszielen lag es nicht. Score Media hat nach eigenen Aussagen die Vorgaben für 2017 erreicht. Der Vermarkter verkauft überregional die Anzeigen für 29 Tageszeitungsverlage sowie deren Online-Werbeflächen im Rahmen von crossmedialen Kampagnen. Die Verlage sind auch Genzlingers Gesellschafter. Mittelfristig sollen auch Anzeigenblättern, Beilagen, Online-Werbeflächen sowie Audio-Spots hinzukommen. 

Die Aufgaben von Zimmer hat CEO Genzlinger übernommen, Holstens Bereich wurde intern aufgeteilt. Zimmer war von Anfang an dabei. Er kam Mitte 2016 von der Mediaagentur OMD, wo er zuletzt Geschäftsführer und Chief Digital Officer (CDO) war. Laut Score Media wurde die Zusammenarbeit bereits zum Jahreswechsel beendet.

Ähnliches gilt für Holsten. Er kam Anfang 2017 zu Score mit dem Team der NBRZ. Er war für die Integration zuständig, leitete das Vertical-Team und kümmerte sich um zentrale Markenartikler. Der Vorläufer von Score und das NBRZ-Team bildeten einen Grundpfeiler des Unternehmens. Holsten war dort 13 Jahre Geschäftsführer. Zuvor war er bei der Zeit und als Gesamtwerbeleiter bei der Financial Times Deutschland tätig.


Autor:

Leif Pellikan
Leif Pellikan

ist Redakteur beim Kontakter und bei W&V. Er hat sich den Ruf des Lötkolbens erworben - wenn es technisch oder neudeutsch programmatisch wird, kennt er die Antworten. Wenn nicht, fragt er in Interviews bei Leuten wie Larry Page, Sergey Brin oder Yannick Bolloré nach.