Aufforstung von Mangroven

Derzeit stehen die beiden M4P-Initiatoren vor der Firmengründung und der Bestellung des Managements. Parallel befinden sich die Details der UNEP-Partnerschaft in Ausarbeitung. In diesem Zusammenhang plant M4P, 50 Prozent des zu erwartenden Profits für die geplante Aufklärungs- und Aktivierungskampagne der UNEP zur Verfügung zu stellen. Deren Ziel ist es, ein spürbares CO2-Reduktionsverhalten beim Konsumenten zu bewirken.

Die andere Hälfte des Profits soll in konkrete Umweltprojekte fließen, etwa rund um erneuerbare Energien oder die Wiederaufforstung – beispielsweise von Mangroven-Wälder, die besonders viel CO2 binden, aber vom Aussterben bedroht sind. Zur direkten Unterstützung der impact-stärksten Organisationen und Unternehmen wird M4P eine eigene Datenbank aufbauen. Der Zertifizierungsprozess soll in enger Abstimmung mit der UNEP erfolgen. Zugleich ist ein Beirat, bestehend aus bekannten Media-Experten und Wissenschaftlern, im Aufbau.

Benefits für Unternehmen und Medien

Und was haben die Werbungtreibenden und Medienunternehmen, die bei M4P mitmachen, davon? Die Unternehmen können M4P als Bühne für die Kommunikation ihrer Nachhaltigkeitsprojekte nutzen – und unter anderem mit entsprechenden Hinweisen in ihren Werbemitteln wie Abbinder nach einem TV-Spot versehen.

Ihr Engagement wird zertifiziert und kann im Nachhaltigkeitsbericht dargelegt werden. Zugleich könnten sie damit bei ihren Konsumenten und Mitarbeitern rein imagemäßig punkten: Einer aktuellen McKinsey-Studie zufolge ist für viele junge Nachwuchskräfte die Nachhaltigkeit eines potenziellen Arbeitgebers bei der Berufswahl mittlerweile relevanter als eine möglichst hohe Vergütung oder ein sicherer Arbeitsplatz.

Auch die Medienpartner, die sich der Initiative anschließen, können damit ihr Image in Sachen Nachhaltigkeit weiter aufpolieren. Und auch sie können ihren Beitrag im Nachhaltigkeitsbericht darlegen. Denn: Seit 2017 sind Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern verpflichtet, ihre Nachhaltigkeitsbemühungen zu dokumentieren.

"Gigantischer Markt"

"Mit einem der Kernwertschöpfungsprozesse der Medienindustrie, der Kommunikation, ermöglichen wir dem Private Sector über unser weltweit erstes Modell dieser Art, die Nachhaltigkeitsziele der UN zu unterstützen", so Peter Christmann. Jeder Euro, der über M4P abgewickelt werde, "hilft unseren Planeten zu schützen."

Co-Gründer Matthias Neumann sieht das ähnlich. "Es entsteht ein gigantischer, neuer Markt, schlichtweg aus der Notwendigkeit heraus, das Überleben unserer Nachfahren auf diesem Planeten zu sichern." Voraussetzung dafür sei, dass Klimaschutz und Nachhaltigkeit zu Wertschöpfungen werden. "M4P ist dafür das perfekte Beispiel, nicht zuletzt, da die Medien eine große Verantwortung im private Sektor für die Meinungsbildung tragen."


Autor:

Manuela Pauker
Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde