Zusätzliche Features gewünscht

Rund die Hälfte der Sportfans (51 Prozent) gab an, dass sie einen Streamingdienst abonniert haben, weil sie hier Berichte über eine Sportart finden, die sie über andere Medienkanäle nicht empfangen können. 39 Prozent der Befragten haben sich für einen Streamingdienst entschieden, weil sie auf diese Weise die Sportberichte auch über ihr Smartphone verfolgen können, und für 32 Prozent war die hohe Übertragungsqualität des digitalen Videoformats Ultra High Definition für das Abonnement mit ausschlaggebend. Für 37 Prozent war außerdem entscheidend, dass ihr Streaming-Abo deutlich preisgünstiger ist als ein vergleichbares Pay-TV-Angebot.

Allerdings haben mehr als ein Drittel (37 Prozent) der Sportfans auch schon mal ein Streaming-Abonnement wieder gekündigt. Als Gründe hierfür nannten 45 Prozent die Gebührenhöhe, 23 Prozent die fehlende Berichterstattung über ihre Lieblings-Teams, 19 Prozent die zeitliche Verzögerung gegenüber der Live-Berichterstattung und 15 Prozent Probleme mit der umständlichen Bedienoberfläche.

Etwa ein Drittel der Befragten hat zudem spezifische Wünsche für die Sportberichterstattung. So würden 35 Prozent die Möglichkeit begrüßen, wenn sie als Nutzer selbst einzelne Szenen beispielweise in Zeitlupe wiederholen könnten. Jeweils 30 Prozent sprachen sich für Wechselmöglichkeiten bei den Kameraperspektiven aus, für eine zeitversetzte Nutzung sowie für die Möglichkeit, Werbung zu überspringen.

Amazon Prime Video hatte im vergangenen Dezember bei den Live-Streamings der Premier League bereits mit ähnlichen Features experimentiert. So konnten die britischen Amazon-Abonnenten unter anderem zwischen der Live-Kommentierung und einem reinen Stadion-Ton wechseln, ein Feature, das bei den Fans besonders gut ankam. Darüber hinaus konnten die Nutzer am rechten Bildschirmrand Live-Statistiken zu den Spielen abrufen.


Autor:

Franz Scheele
Franz Scheele

Schreibt als freier Autor für W&V Online. Unverbesserlich anglo- und amerikanophil interessieren ihn besonders die aktuellen und langfristigen Entwicklungen in den Medien- und Digitalmärkten Großbritanniens und der Vereinigten Staaten.