Die Koalitionsfraktionen Union und SPD hatten unlängst den Antrag für die Förderung der Zustellung von Abonnementzeitungen und Anzeigenblättern in den Haushaltsausschuss eingebracht, der dort bewilligt wurde. Zeitschriften sind in dem Antrag nicht aufgeführt gewesen. Dieser zielt darauf ab, dass die flächendeckende Versorgung mit Abonnementzeitungen und Anzeigenblättern unterstützt wird.

Förderung fällt laut BDZV viel zu niedrig aus

Die Zeitungsverleger hatten schon lange auf eine Förderung der Zustellung gedrängt. Nach dem Beschluss im Haushaltsausschuss sah der Zeitungsverlegerverband BDZV allerdings Verbesserungsbedarf. Eine so geringe Förderung löse kein einziges Problem, hatte BDZV-Hauptgeschäftsführer Dietmar Wolff gesagt.

Bild von BDZV-Hauptgeschäftsführer Dietmar Wolff

Nach Ansicht von BDZV-Hauptgeschäftsführer Dietmar Wolff deckt die staatliche Förderung nur einen Bruchteil der bei der Zustellung anfallenden Kosten.

Im BDZV-Branchenbericht sind wegen des Mindestlohns jährliche Mehrkosten für die Verlage von rund 400 Millionen Euro aufgeführt. Rund 100.000 Zusteller - überwiegend angestellt als geringfügig Beschäftigte - bringen demnach jeden Tag mehr als 10 Millionen Zeitungen zu den Lesern. Insgesamt wurden in Deutschland im zweiten Quartal 2019 täglich 13,52 Millionen Tageszeitungsexemplare verkauft. (dpa)


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W&V Redaktion
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