Digitalstrategie von Condé Nast :
Vogue.de als Pionier des digitalen Umbaus

Der internationale Verlag Condé Nast führt ein neues Digitalmodell ein - und die deutsche Vogue macht den Anfang. So sieht die Plattformstrategie aus.

Text: W&V Redaktion

Vogue.de setzt als erster Titel weltweit das neue Digitalmodell von Condé Nast um.
Vogue.de setzt als erster Titel weltweit das neue Digitalmodell von Condé Nast um.

Condé Nast Deutschland hat die Webseite der Vogue einem Relaunch unterzogen. Dieser Relaunch ist aber nicht einfach nur ein Relaunch: Mit Vogue.de ist Deutschland der weltweit erste Markt, in dem die neue globale Plattformstrategie von Condé Nast International zum Einsatz kommt.

Die Webseite wurde grundlegend überarbeitet - nicht nur optisch, sondern auch im Hintergrund. Condé Nast hat selbst ein Contentmanagement-System namens Copilot entwickelt, danke dem die Seite nun um bis zu 50 Prozent schneller lädt als bisher. Inhaltlich ist geplant, "noch aktueller und facettenreicher aus der internationalen Modewelt" zu berichten. Was den Lesern dient, dazu aber auch den Werbekunden, denen Condé Nast eine bessere Sichtbarkeit ihrer Kampagnen verspricht.

"Hinter der neuen Plattform steht ein ganzes Ökosystem," sagt Krischan Lehmann, Digital Director von Condé Nast.

Der Condé-Nast-Plattformplan

Hintergrund dieser Neuerungen ist der Rollout der globalen Digitalstrategie von Condé Nast International. In den kommenden Monaten werden weitere Condé-Nast-Marken und -Länder auf der neuen Plattform anlaufen.

Die bedeutet auch, dass Redaktions- und Tech-Ressourcen in neugegründeten Hubs gebündelt sind und die Markenteams international Zugriff haben auf beispielsweise den "Vogue International Hub" in London. Dort arbeitet ein Team von Digitaljournalisten, Tech- und Data-Spezialisten an Innovationen im Technologie- und Storytelling-Bereich und bereitet Daten und Themenangebote aus dem internationalen Vogue-Kosmos für die lokalen Redaktionen auf. Vogue Deutschland hat zum Beispiel als erstes Team zugeliefert, als im Dezember die Chanel-Modelle in Hamburg präsentiert worden waren. "Das ist wie ein gigantisches Korrespondentennetzwerk", erklärt Jan Sobota, der zusammen mit Lehmann das Digital-Business bei Condé Nast leitet.

"Dass wir mit Vogue.de der Pionier für das größte und wichtigste digitale Projekt in der Geschichte von Condé Nast International sind, macht mich stolz und ist eine bemerkenswerte Leistung unseres Redaktions- und Digitalteams", so Moritz von Laffert, Geschäftsführer von Condé Nast Deutschland und Vice President von Condé Nast International. 

Mails, Horoskope und Alexa

Weitere digitale Produkte kommen hinzu, zum Beispiel wird der Freemail-Service Voguemail, den Condé Nast Deutschland vor rund einem Jahr gestartet hat, über eine eigene iPhone-App nutzbar. Der Freemail-Service des Magazins kann nach Angaben von Lehmann und Sobota mittlerweile eine Nutzerzahl "im fünfstelligen Bereich" vorweisen.

Neu ist der Facebook-Horoskope-Service: Der Messenger-Bot erfragt bei den Nutzern das Sternzeichen sowie den gewünschten Horoskop-Typ und schickt ihnen dann wunschgemäß täglich, wöchentlich oder monatlich ihr Lieblingshoroskop aufs Smartphone. Demnächst gibt es dazu eine App für Amazons Sprachassistentin Alexa. "Das Thema Horoskope eignet sich perfekt, um mit dieser neuen Interaktionsform zu experimentieren und mit unseren Userinnen auf einer weiteren, sehr persönlichen Ebene in Kontakt zu treten", erklärt Sobota. 

Das wird auch vor dem Hintergrund der neuen EU-Datenschutzverordnung immer wichtiger. Nutzer, die freiwillig ihre Daten preisgeben, sind für Medienmacher und Werbekunden einfacher anzusprechen. (mp/sh)

Lesen Sie mehr dazu in der aktuellen Ausgabe von W&V (3/2018, EVT 15. Januar).


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