Webshop etabliert :
Wie die Printmarke Happinez im Netz Umsatz macht

Es läuft bei Bauers Happinez - auch dank Webshop, der nach dem Relaunch vor einem Jahr floriert. Das Rezept rund um die Zielgruppe entspannungswillige Frauen. 

Text: Petra Schwegler

Gerade der Renner im Happi-Blog: 24 Ideen für ein achtsames Weihnachtsfest.
Gerade der Renner im Happi-Blog: 24 Ideen für ein achtsames Weihnachtsfest.

Seit gut sieben Jahren bringt Bauer mit Happinez das deutsche Print-Pendant des gleichnamigen niederländischen Erfolgstitels heraus. Spitz zugeschnitten auf die Zielgruppe der Frauen zwischen 35 und 50 Jahren, für die Zeit, Gelassenheit und innere Stärke zählen, kann sich das Mindstyle-Magazin durchaus stabil im Printmarkt halten.

Richtig gut läuft es im Netz: Mit dem Webshop kann Bauer die Marke zusätzlich kapitalisieren. Dieses Jahr fahren die Hamburger nach eigenen Angaben einen siebenstelligen Umsatz ein.

Was den Happinez-Shop auszeichnet

Wie kommt’s? Im Oktober 2016 hat Bauer das Konzept des Internetladens umgekrempelt. An der Palette mit uniquen Happinez-Faktor - von Yoga-Matten bis zur Naturseife – wurde im Prinzip nichts verändert. Aber am Drumherum: Zur Pflege der Community wurde ein Blog mit Beiträgen zu den aus dem Heft bekannten Mindstyle-Themen wie Spiritualität, Psychologie, Achtsamkeit, Gesundheit und Yoga integriert.

Die Happinez-Welt wurde im Social Web noch präsenter gemacht, auf die starke Markenbindung der inzwischen 194.000 Fans auf Facebook gesetzt. Der Verlag hat vor einem Jahr rund um die Printmarke eine Art kuratiertes Shopping für Entschleunigungswillige geschaffen.

Mit Erfolg: Mit 33 Prozent stammt nach Bauer-Angaben das Gros der Seitenaufrufe vom "Happi Blog". Facebook und Co. lotsen Happinez-Freudige in den Shop; durch Social-Media-Verlinkungen kommen rund 40 Prozent der Userinnen auf die Homepage. Alles in allem habe sich die Zahl der monatlichen Besucher im Happinez-Shop seit dem Relaunch verdreifacht, heißt es aus Hamburg.

Eine Studie als Stütze

Bauer hat sich dabei aber nicht aufs Bauchgefühl verlassen; eine Studie vom Rheingold Institut untermauerte Ende 2016, dass Happinez sieben von zehn Leserinnen dazu anregt, vielleicht mal neue Produkte und Marken auszuprobieren. Das tun sie inzwischen rege: Zu den Verkaufsrennern zählen übrigens der Happinez-Kalender und Schmuckstücke, die mit Sinnsprüchen verziert sind.

Dem Segmentsbegründer aus dem Bauer-Verlag ist Funkes Verfolger Herzstück erneut auf der Spur. Das Mindstyle-Magazin geht online und startet eine eigene redaktionelle Website für die Generation Mobile & Social. 

Selbst wenn der Shopgedanke hier erst einmal fehlt: Auch Herzstück verfolgt den Community-Gedanken für die weibliche Zielgruppe der Entspannten. Viele Geschichten will die Funke-Redaktion zudem in Videoclips erzählen. Das Team zielt hier auf die Nutzung auf Smartphones ab. 


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.