"Es gibt auch gute Journalisten", räumte Rezo ein, "das ist wie bei YouTube". Aber dann legte er mit harter Kritik nach: "Ich bin so froh, dass das kein Teil von meinem Leben ist, dass diese ganze Printwelt ganz fern von mir ist, Alter."

Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) hatte das Rezo-Video zunächst scharf kritisiert, zog die entsprechende Pressemitteilung vom Dienstag aber kurz darauf zurück. Innerhalb des Verbandes gebe es unterschiedliche Einschätzungen dazu, sagte DJV-Sprecher Hendrik Zörner der Deutschen Presse-Agentur.

Offensichtlich will sich der Verband nicht die Blöße geben, für seine Reaktion in der Öffentlichkeit kritisiert zu werden. So wie es der CDU nach dem ersten Video ergangen war. Statt per Video antwortete die CDU Rezo mit einem 40-seitigen Strategiepapier.

DJV-Vorsitzender Frank Überall sagte der Deutschen Presse-Agentur, er halte die pauschale Diffamierung, dass Printmedien von gestern seien, nach wie vor für problematisch. Gerade jungen Leuten bei YouTube mit auf den Weg zu geben, Tageszeitungen seien etwas für Ewiggestrige, finde er traurig. Aber nicht alle im DJV hätten die Kritik Rezos als pauschale Diffamierung wahrgenommen.

Rezo, der in dem Video mit den blauen Haaren zu sehen ist, die als sein Markenzeichen gelten, hat auf seinem eigenen YouTube-Kanal 1,7 Millionen Abonnenten. Im Mai machte er mit seinem "Zerstörung der CDU"-Video von sich reden, in dem er der Partei unter anderem vorwarf, beim Klimawandel untätig zu sein, Politik für Reiche zu machen und "krasse Inkompetenz" beim Thema Urheberrecht und Drogenpolitik an den Tag zu legen.

Das ist das neue Video:

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am/dpa


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W&V Redaktion
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