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 Westworld (Staffel 1 – 3)

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In unbekannter Zukunft gibt es eine Welt, in der alles möglich ist: "Westworld" ist ein Vergnügungspark der Superlative für Superreiche. Den Menschen zum Verwechseln ähnlich sehende Androiden und originalgetreue Nachbauten von Saloons & Co. schaffen in einem riesigen abgetrennten Areal die perfekte Wilder-Westen-Illusion. Die Tourist*innen nutzen den Park vor allem für Dinge, die im echten Leben verboten sind – sie töten und vergewaltigen, rauben und verwüsten. Doch als die Roboter beginnen, ein eigenes Bewusstsein zu entwickeln, gerät so einiges außer Kontrolle.

Die mittlerweile drei Staffeln umfassende Serie wirft nicht nur Fragen zu den Fähigkeiten Künstlicher Intelligenz auf, sondern auch zum verantwortungsvollen Umgang mit ihr. Sie entwirft ein Szenario, in dem wissenschaftliche Errungenschaften vor allem als dekadente Unterhaltung dienen, mit der sich ordentlich Geld verdienen lässt. Neben einer klugen Story, die mit so manchen Wendungen zu überraschen weiß, überzeugt "Westworld" vor allem durch seine herausragende Besetzung, zu der unter anderem Evan Rachel Wood und Anthony Hopkins gehören.

Hier geht es zur Serie.

Parasite

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Familie Kim lebt unter katastrophalen Bedingungen in einer engen Kellerwohnung voller Ungeziefer. Mit gelegentlichen, schlecht bezahlten Aushilfstätigkeiten versucht sie sich über Wasser zu halten. Ihre Situation beginnt sich nach und nach zu verbessern, als Sohn Ki-woo (Choi Woo-shik) von einem ehemaligen Schulkameraden die Möglichkeit bekommt, eine Tochter aus wohlhabendem Hause in Englisch zu unterrichten. Dort gibt er seine Schwester Ki-jung (Park So-dam) als ausgezeichnete Kunsttherapeutin aus, um auch ihr einen Job im Haushalt der Parks zu verschaffen. Gemeinsam gelingt es ihnen, zudem Haushälterin und Fahrer loszuwerden und ihre Eltern, ebenfalls unter falscher Identität, in die freigewordenen Stellen zu manövrieren. Klar, dass das Schauspiel nicht lange gutgeht. Es kommt zum unerbittlichen Showdown.

Das südkoreanische Familiendrama wurde in Cannes gefeiert, räumte bei den Golden Globes und den BAFTA Awards ab, und gewann als erster fremdsprachiger Beitrag den Oscar als "Bester Film". Zurecht, denn wie schon bei "Snowpiercer" zeichnet Regisseur und Drehbuchautor Bong Joon-hos auch hier eine spannende Parabel auf die Brutalität sozialer Spaltung.

Hier geht es zum Film.

Fight Club

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Der namenlose Erzähler (Edward Norton) ist in der Autobranche tätig, hasst seinen Job jedoch und leidet daher unter Schlafstörungen. Sowieso scheint er sein durchschnittliches Leben, das sich ausschließlich zwischen Arbeit und Konsum abspielt, zu verabscheuen. Das ändert sich schlagartig, als er auf einer Geschäftsreise den vermeintlichen Seifenhändler Tyler Durden (Brad Pitt) kennenlernt. Nachdem die Wohnung des Protagonisten plötzlich in Luft aufgeht, kommt er in einer verwahrlosten Villa, in der auch besagter Durden haust, unter. Einzige Bedingung: Er muss ihn verprügeln.

Angestachelt von dieser rauschartigen Erfahrung gründen sie den "Fight Club", dem sich schnell weitere Männer anschließen. Gemeinsam wird bei sogenannten Kampfabenden ordentlich aufeinander losgegangen. Natürlich muss das Leben des Protagonisten immer mehr aus den Fugen geraten, sodass die Gewalt bald nicht mehr nur auf die Geheimtreffen beschränkt bleibt. Schnell planen sie Angriffe auf empfindliche Knotenpunkte des Systems, um die öffentliche Ordnung zu Fall zu bringen. Doch vor dem großen Finale wartet noch eine ebenso große Enthüllung auf den Erzähler.

Statt stumpfer Gewaltorgie inszeniert Regisseur David Fincher ("Verblendung") in "Fight Club", der längst zu einem modernen Klassiker geworden ist, eine gnadenlose Kritik an Bullshit-Jobs und Hamsterrad-Lebensentwürfen.

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Der Schacht

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Bei Netflix verfügbar

Goreng (Iván Massagué) befindet sich im Schacht, einem vertikalen Gefängnis mit 333 karg ausgestatteten Etagen, auf denen sich jeweils zwei Insass*innen befinden. In der Mitte ist ein großes Loch, durch das täglich eine mit Essen beladene Plattform von oben nach unten fährt und auf jeder Etage nur zwei Minuten anhält. In der Zeit stopfen sich die Gefangenen den Bauch voll und verschlingen, was sie in die Hände bekommen, sodass für die unteren Etagen meist nichts mehr übrig bleibt.

Monatlich werden sie einer neuen Ebene zugeteilt. Goreng ist angewidert vom System und dem Verhalten der Häftlinge, die jeweils auf die unter ihnen Angesiedelten herabsehen. Gemeinsam mit wenigen Unterstütz*innen, versucht er sich dagegen aufzulehnen, wird selbst aber immer wieder in den Sog aus Verachtung und Gewalt hineingezogen.  

Der Sci-Fi-Psychothriller des Regisseurs Galder Gaztelu-Urrutia ist nichts für schwache Nerven. In klaustrophobischer Atmosphäre wird eine knallharte Allegorie auf den "Trickle Down"-Kapitalismus entworfen, in dem sich jeder selbst der Nächste ist. Obwohl der Film dabei derart brachial vorgeht, dass von "Anspielungen" eigentlich schon gar nicht mehr die Rede sein kann, gelingt es dem Plot dank besonderem Setting bis zur letzten Minute spannend zu bleiben.

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Betonrausch

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Viktor (David Kross) kommt mit leeren Taschen nach Berlin. Dort werden seine naiven Vorstellungen schnell entzaubert. Statt Penthouse erwarten ihn Parkbank oder illegale Untermiete zu Wucherpreisen, statt entspannten Bürojob mit Traumgehalt geht es zum Malochen auf den Bau. Er beschließt, unsauber zu spielen - fälscht Ausweis und Arbeitsvertrag, um sich doch noch eine Luxuswohnung zu erschleichen. Er wird vom Unterdrückten zum Unterdrücker und vermietet sie ebenso überteuert an mittellose Schwarzarbeiter unter. Mit Freund Gerry (Frederick Lau) an der Seite agiert er bald schon professioneller, erwirbt bei Zwangsversteigerungen Schrottimmobilien, um sie zu exorbitanten Preisen an gutgläubige Mittelständler zu verhökern. Ausgestattet mit Krediten von Bankerin Nicole (Janina Uhse) - der Dritten im Bunde. Fortan bewegt sich ihr Leben zwischen Kokain, Sex-Eskapaden und allem, was teuer ist. Doch die Immobilienblase muss platzen – genau wie der Plan vom Selfmade-Millionär.

Regisseur und Autor Cüneyt Kaya inszeniert im zweiten deutschen Netflix-Film eine zahmere Version von "The Wolf of Wall Street", die ihre Protagonist*innen und ihre Betrugsmasche  unreflektiert als "clever" präsentiert und somit mehr Symptom als Diagnose der unappetitlicheren Auswüchse des Kapitalismus abgibt – ist man sich dessen bewusst, gibt "Betonrausch" ein kurzweiliges Sehvergnügen ab.

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Autorin:

Arabella Wintermayr hat Politikwissenschaft studiert und arbeitet als freie Redakteurin beim Fernsehen. Ihre Leidenschaft gilt Filmen und Serien, die sich an die großen Fragen des Lebens und der Gesellschaft trauen.


Autor:

W&V Leserautor

W&V ist die Plattform der Kommunikationsbranche. Zusätzlich zu unseren eigenen journalistischen Inhalten erscheinen ausgewählte Texte kluger Branchenköpfe. Einen davon haben Sie gerade gelesen.